Teil eines Werkes 
10. Band (1844)
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Während ſeines Erſcheinens iſt es theils boshaften Angriffen ausgeſetzt geweſen, theils ſtrengem, zuweilen leidenſchaftlichem, aber ehrlichem Tadel.

Die boshaften Angriffe haben uns ergötzt, darum, weil ſie in Form von Hirtenbriefen von Biſchofſtühlen auf uns herab⸗ gedonnert wurden. Dies ſpaßhafte Toben, dieſe erheiternden Bannſtrahlen, welche ſeit länger als einem Jahr auf uns ge⸗ ſchleudert werden, ſind viel zu unterhaltend, als daß wir ſie gehäſſig finden ſollten. Sie ſind die höhere Komödie der Sitten der Geiſtlichkeit; und dieſe Komödie hat uns ſo viel Vergnügen gemacht, daß wir nur unſern Dank ausſprechen können gegen die, welche, wie Moliöre, zugleich Verfaſſer und Schauſpieler geweſen ſind.

Die Kritiken, ſo bitter und heftig ſie auch geweſen ſein mögen, haben wir uns gern gefallen laſſen, ſo weit ſie Er⸗ findung und Darſtellung betrafen, und wir haben uns oft bemüht, Rathſchläge zu benutzen, die in ſtrenger Form ge⸗ geben waren. Wir fürchten, unſere beſcheidene Nachgiebig⸗ keit gegen mehr reife und treffende als freundliche Urtheile hat die Beurtheiler ein wenig aus der Faſſung gebracht und geärgert, und das thut uns leid, denn wir haben ihre Rath⸗ ſchläge benutzt, und nur ungern mißfallen wir Solchen, die uns einen Gefallen thun, auch wenn ſie hofften, uns Verdruß zu machen.

Nun noch einige Worte über ernſtere Angriffe.

Man hat uns vorgeworfen, wir hätten die Leidenſchaften aufgeregt, indem wir alle Mitglieder der Geſellſchaft Jeſu dem öffentlichen Haß preisgäben. Wir antworten darauf Folgendes:

Durch allſeitige Prüfung von Stellen aus theologiſchen Werken der angeſehenſten Mitglieder der Geſellſchaft Jeſu, ſeit Pascal bis auf den heutigen Tag, iſt erwieſen, daß dieſe Werke die Entſchuldigung oder Rechtfertigung des Dieb⸗ ſtahls, des Ehebruchs, der Nothzucht und des Mordes enthalten. Es iſt ferner erwieſen, daß ſittenloſe Werke, auf welche Jeſuiten als Urheber ihre Namen geſetzt haben, jungen

Seminariſten in die Hände gegeben worden ſind. Dies iſt

noch neuerdings feſtgeſtellt worden durch die treffliche Rede des Generaladvveaten Dupaty im Proceß des gelehrten Buſch