durch Gottes Gnade der letzte unſers irdiſchen Lebens ſein wird.“
„Ja, der letzte. Ein Gefühl der Vernichtung beſchleicht mich. Es iſt mir, als ob alles was Materie in mir iſt, ſich auflöſte, und als ob meine Seele ſich zum Himmel empor⸗ ſchwingen wollte.“
„Vor meinen Augen iſts wie ein Schleier. — Kaum be⸗ merk' ich noch zwiſchen den Augenliedern hindurch das Früh⸗ roth vom Himmel.“
„Thal und See und Wald ſind mir in Dunſt gehüllt. Meine Kräfte verlaſſen mich.“
„Gott ſei gedankt. Der Augenblick der ewigen Ruhe naht. — O Glück! Bruder ich ſterbe.“
„Meine Augen ſchließen ſich.“
„Uns iſt vergeben.“
„Uns iſt vergeben.“
„Bruder, möchte die Erlöſung ſich auf alle Leidenden er— ſtrecken!“
„Stirb in Frieden, Schweſter. Das Morgenroth — des großen Tags — hat geleuchtet. — Die Sonne — geht auf. Sieh!“
„Gott ſei gedankt!“
„Gott ſei gedankt!“
In dem Augenblick, wo dieſe beiden Weſen auf ewig ver⸗ ſtummten, erhob ſich in blendendem Glanz die Sonne über den Berg und erfüllte das Thal mit ihren Strahlen.
Zweiundzwanzigſtes Kapitel. Scch luß.
Unſer Werk iſt vollendet. Wir verhehlen uns nicht die Mängel desſelben in Betreff der Schreibart und der Erfin— dung. Aber wir glauben ſagen zu dürfen: dies Werk iſt aus ehrlichem, aufrichtigem Sinn hervorgegangen.


