Teil eines Werkes 
10. Band (1844)
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des Herrn wird nicht bei uns beiden ſtehen bleiben. Ich ſage Dir, in uns wird das Weib losgekauft werden und der Sklave der Neuzeit. Die Prüfung iſt grauſam geweſen. Aehnünte Jahre ſchon dauert ſie; und ſie hat genug gedauert. — Sieh! Bruder, im Oſten die Röthe, delche ſich immer weiter am Himmel verbreitet. So wird ſich bald die Sonne der neuen Freiheit erheben, der friedlichen, heiligen, heibringenden Freiheit, welche die Welt überſtrahlen wird, erhellend und erwärmend wie das Geſtirn, welches bald am Himmel ſtehn wird.“

„Ja, Schweſter, ich fühle, Deine Worte ſind prophetiſch. Ja wir werden, indem wir unſere müden Augen ſchließen, wenigſtens das Morgenroth dieſes Tages der Freiheit ſehen, des herrlichen Tages, gleich dem, welcher eben anbricht. Ich weine nur noch Thränen des Stolzes über die Meinigen, welche vielleicht zur Sicherung dieſer Erlöſung geſtorben ſind, als Märtyrer der Menſchheit, geopfert von den ewigen Feinden der Menſchheit. Dieſe Frevler, welche den Namen Jeſu läſtern, indem ſie ihn ihrer Geſellſchaft geben, ſind die echten Nachkommen der Phariſäer und der unwürdigen Prieſter, welche Chriſtus verflucht hat. Ehre ſei den Sprößlingen meines Geſchlechts, daß ſie die letzten Märtyrer ſind, welche von dieſen Helfershelfern jeder Verknechtung, jedes Despotis⸗ mus, geopfert worden ſind, von dieſen unbarmherzigen Geg⸗ nern der Befreiung derer, welche denken und nicht länger leiden, welche als Kinder Gottes mit genießen wollen, was der Schöpfer der großen Menſchenfamilie zugetheilt hatte. — Ja, ja! es naht das Ende der Herrſchaft dieſer neuen Pha⸗ riſäer, dieſer falſchen Prieſter, welche die unbarmherzige Selbſt⸗ ſucht des Starken gegen die Schwachen unterſtützen, indem ſie im Angeſicht der reichen Schöpfung behaupten: Gott habe die Menſchen zu Elend, Leid und Thränen geſchaffen, — dieſer falſchen Prieſter, dieſer Helfer bei jeder Unterdrückung welche den Menſchen zum Thier herabwürdigen wollen, wäh⸗ rend Gott ihn geſchaffen hat, um verſtändig, frei und glück⸗ lich zu ſein.“

„Auch Deine Worte, o Bruder, ſind prophetiſch. Die

Morgenröthe dieſes ſchönen Tags der Freiheit bricht an,

gleichwie die Morgenröthe; des heutigen Tags, welcher