Teil eines Werkes 
10. Band (1844)
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verſchloſſen, von denen jede ſteben runde, ein Kreuz bildende Löcher hatte, in dieſer Form: O 0O O 0 0 G Das Tageslicht fiel nur durch dieſe punktirten Kreuze, mit⸗ hin ſehr ſpärlich ein. Die Finſterniß war aber aufgehellt durch eine große Lampe, welche über einem marmornen Pfei⸗ lertiſch brannte. Ringsum waren ſchwarze Vorhänge mit weißen Franſen ſichtbar, wie in einem Todtengemach. Kein Stuhl oder ſonſtiges Geräth war zu ſehen außer dem erwähn⸗ ten ſchweren Pfeilertiſch. Auf der Marmorplatte dieſes Tiſches ſtand ein kunſtreiches eiſernes Käſtchen aus dem 17. Jahr⸗ hundert von durchbrochener Arbeit. Rodin ſah ſich verwundert aber keineswegs entſetzt in dem Trauerſaal um und wiſchte ſich mit ſeinem ſchmutzigen Schnupftuch die Stirn ab. Samuel trat zu ihm und ſagte: „Der Wille des Erblaſſers, ſo wunderlich er Ihnen auch vor⸗ kommen mag, iſt heilig für mich. Ich werde ihm alſo in allen Stücken nachkommen — — wenn Sie es wollen.“ „Das iſt ganz recht,“ erwiderte Rodin. „Aber was haben wir hier zu thun?“ „Sie ſollen es ſogleich erfahren. Sie ſtnd der Bevoll⸗ ntchtigte des einzigen von der Familie Rennepont noch übri⸗ gen Erben, des Herrn Abbé Gabriel von Rennepont.“ „Allerdings,“ antwortete Rodin. Sehen Sie hier meine Vollmacht.“ die Zeit nicht zu verlieren,“ fuhr Samuel fort, „will ich einſtweilen, bis der Beamte kommt, Ihnen die Beträge der Rennepontſchen Erbſchaft, welche ich geſtern aus der Bank von Frankreich gezogen habe, aus dieſem Käſtchen vor⸗ zählen.“ „Die Beträge — — ſind da?“ rief Rodin und rannte auf das Käſtchen zu. „Ja,“ antwortete Samuel. „Hier iſt meine Notiz. Ihr Herr Secretär wird die Beträge vorleſen, ich lege Ihnen die