— ———
„Bohwanie macht Leichen, welche verweſen, und die heilige Geſellſchaft macht Leichen, welche wandeln.“
„Ah! richtig. Perinde ac cadaver — das war das letzte Wort unſeres großen Heiligen, Ignatius von Loyola. Aber was iſt Bohwanie?“
„Bohwanie iſt im Vergleich mit der heiligen Geſellſchaft, was das Kind im Vergleich mit dem Mann iſt. Ehre der Geſellſchaft! Wäre mein Vater ihr Feind, ich würde ihn tödten. Wäre der Mann, deſſen Geiſt mir Bewunderung und Ehrfurcht im höchſten Grad einflößt, ihr Feind, ich würde ihn tödten. — — Was ich ſo eben geſprochen habe,
das melden Sie dem Cardinal Malipieri mit der Bitte, es weiter zu melden an — —“
„An wen ſoll der Cardinal Ihre Worte melden?“
„Er weiß es ſchon. Gute Nacht.“
„Gute Nacht, lieber Freund. Ich kann Sie wegen Ihrer guten Geſinnungen gegen unſere Geſellſchaft nur loben. Sie bedarf kräftige Vertheidiger, denn ſie birgt Verräther in ih⸗ rem Schvos.“
„Gegen ſie muß man erbarmungslos ſein.“
„Erbarmungslos,“ wiederholte der gute Pater. „Wir ver⸗ ſtehen uns.“ „Vielleicht,“ erwiderte der Würger. „Vor allen Dingen vergeſſen Sie nicht, den E. V. Rodin zu erinnern, daß er, ehe er ausgeht, die Kapelle zu beſuchen hat.“
„Ich werde es nicht verſäumen.“
Die beiden Menſchen trennten ſich. Als Cabvccini in das Jeſuitenhaus zurückkam, erfuhr er, daß ſo eben in der Nacht
ein Kurier dem P. Rodin Meldungen von Rom gebracht hatte.


