Teil eines Werkes 
10. Band (1844)
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zuſammenſchlagend. „Aber warum 2 — wen?“

„Was weiß ich? Ein Weib, das Dir glich, und einen Mann, den ich für Deinen Liebhaber hielt. Das war Täu⸗ ſchung — — ein entſetzlicher Traum, denn Du lebſt ja.“ 3 „Ein Traum?“ rief Adriana. Und mit Entſetzen auf den 3 Handſchar deutend, fügte ſie hinzu: „An dieſem Dolch iſt Blut!“

„Ja! Dieſen Handſchar habe ich vorhin weggeworfen, nach dem ich das Gift genommen, weil ich Dich getödet zu haben glaubte.“

„Das Gift?“ wiederholte Adriana, und ihre Zähne ſchlugen zuſammen. „Welches Gift?“

„Ich glaubte Dich getödet zu haben und wollte hier ſterben.“

„Sie haben getödet?“ rief Adriana, voll Abſcheu die Hände

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„Sterben? — — Wie ſo? — — warum ſterben?“ rief Adriana faſt wahnſinnig. „Wer ſollte ſterben?“

„Ich, ſag' ich Dir,“ erwiderte Dſchalma ſanft. „Ich hatte geglaubt Dich getödet zu haben und habe mich deshalb ver⸗ giftet.“

„Du? Dich?“ rief Adriana, leichenblaß werdend.

„Ja.“

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„Es iſt nicht wahr!“ entgegnete Adriana mit einer ſchönen Gebärde der Verneinung. „Da ſieh!“ ſagte der Indier und wandte den Kopf nach dem Tiſchchen, auf welchem das Kryſtallfläſchchen funkelte. Adriana ſtürzte auf das Bett zu, ergriff das Fläſchchen und trank daraus. Dſchalma ſprang auf, ſtieß einen furcht⸗ baren Schrei aus und riß ihr das Fläſchchen von den Lippen. Adriana ſagte freudig: „Ich habe ſo gut getrunken wie Du.“ Einen Augenblick herrſchte ein beängſtigendes Schweigen. Beide ſahen ſich ſtumm und ſtarr einander an. Dann ſagte Adriana: „Du haſt getödet und haſt durch Deinen Tod Dein S Verbrechen ſühnen wollen. Das war recht. Und ich will Dich nicht überleben; das iſt natürlich. Warum ſiehſt Du ſ mich ſo an? Dies Gift ſchmeckt ſcharf; wirkt es auch ſchnell? Sprich, mein Dſchalma.“ 3 Anſtatt zu antworten warf Dſchalma einen Blick auf ſeine

Hünde und ſah, wie ſeine Nägel anfingen violett zu werder Das war das Zeichen des langſam ſich nähernden Topes.