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ſich einander verlegen an. Dagobert kam ihnen zu Hülfe und ſagte: „Ja, verehrte Frau, dieſe Fräulein ſind die Töchter des Marſchalls. Man nennt ſie aber gewöhnlich nur ſchlecht⸗ weg Fräulein Simon.“
„Ich wundere mich nicht,“ erwiderte die Fürſtin, „daß die liebenswürdigſte Beſcheidenheit eine der gewöhnlichen Tu⸗ genden der Töchter des Herrn Marſchalls iſt. Sie werden mich alſo gütigſt entſchuldigen, daß ich ſie mit dem ruhm⸗ vollen Namen genannt habe, welcher die unſterbliche Erin⸗ nerung eines der glänzendſten Siege ihres Vaters weckt.“
Bei dieſen ſchmeichelhaften freundlichen Worten warfen Roſa und Blanca einen Blick des Dankes auf die unbe⸗ kannte Dame, und Dagobert, beglückt durch dies dem Mar⸗ ſchall und ſeinen Töchtern geſpendete Lob, fühlte ſich immer vertrauensvoller gegen die Almoſenſammlerin geſtimmt. Die Fürſtin fuhr in rührendem Tone fort: „Ich komme zu Ihnen, Fräulein, voll Vertrauen auf die Beiſpiele edelmüthiger Frei⸗ gebigkeit, die Ihnen Ihr Herr Vater gegeben hat, Ihre Milde für die Opfer der Cholera anzurufen. Ich bin eine der Vorſteherinnen eines Hülfsvereins. Jede Gabe von Ihnen wird mit Dank angenommen werden.“
„An uns, Madame, iſt es, Ihnen für die Güte zu danken, daß Sie an uns für dies gute Werk denken,“ ſagte Blanca.
„Erlauben Sie,“ fügte Roſa hinzu, „daß ich Alles hole, was wir Ihnen anbieten können.“ Und nachdem ſie einen Blick mit ihrer Schweſter gewechſelt, ging ſie in das anz, ſtoßende Schlafzimmer.
Dagobert, durch die Worte und Manieren der Fürſtin immer mehr bezaubert, ſagte ehrerbietig: „Madame, erweiſen Sie uns die Ehre, Platz zu nehmen, bis Roſa mit ihrem Beutelchen wiederkommt.“ Und ihr einen Stuhl hinrückend, fuhr er fort: „Sie werden verzeihen, daß ich eine der Töchter des Marſchalls Simon kurzweg Roſa nenne Aber dieſe Kinder ſind unter meinen Augen zur Welt gekommen.“
„Und nächſt meinem Vater,“ fügte Blanca hinzu, „haben wir keinen liebevolleren Freund als Dagobert.“
„Ich glaube es gern, Fräulein,“ erwiderte die Betſchwe⸗ ſter, „denn Sie und Ihre liebliche Schweſter ſcheinen einer ſolchen Hingebung werth zu ſeyn, welche“ (hier wandte ſie


