Teil eines Werkes 
10. Band (1844)
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packte den Hampel am Kragen und rief: „Wer hat Dir erlaubt, jemand einzuführen, ohne mir zuvor etwas zu ſagen?“

Hampel ſiel auf die Knie, faltete die Hände und rief: „Gnade, Herr Dagobert!“

„Willſt Du hinaus! — und Sie — und vornehmlich Sie!“ rief Dagobert, ſich mit drohender Miene zu Rodin wendend, der väterlich lächelnd auf die Mädchen zuging. „Zu Befehl, lieber Herr,“ erwiderte der Jeſuit ſich de⸗ müthig verneigend, aber nicht vom Fleck gehend. .

Dagobert wandte ſich wieder zu Hampel und ſagte: „Willſt Du gehen?“ Dieſer benutzte ſeine kniende Stellung, um, ehe der Soldat ihn hinauswürfe, zu ſagen: „Verzeihen Sie, daß ich den Herrn eingeführt habe, ohne Ihnen zuvor etwas zu ſagen. Gott! ich habe ganz den Kopf verloren über das Unglück der Frau Auguſtine.“

„Was für ein Unglück?“ riefen Roſa und Blanca auf Hampel zueilend.

„Willſt du hinaus!“ rief Dagobert, Hampel am Kragen ſchüttelnd. Blanca drängte ſich zwiſchen beide und wieder⸗ holte die Frage: „Welches Unglück iſt unſerer Gouvernante zugeſtoßen?“

Schnell antwortete Hampel: „Sie hat die Cholera be⸗

kommen heute Nacht und —“ Ein kräftiger Fauſtſchlag auf Hampels Kinnlade hemmte den Fluß ſeiner Rede. — Dago⸗ bert riß ihn in die Höhe, und gab ihm einen Tritt in die Rippen, daß er in ein anſtoßendes Zimmer flog. Dann wandte er ſich grimmig gegen Rodin, wies ihm die Thür und ſagte: „Ihnen gehts eben ſo, wenn Sie ſich nicht trollen!“

„Ihr gehorſamſter Diener,“ erwiderte Rodin und ging rückwärts nach der Thür, während er den Mädchen grüßend zunickte. .