ſie ſo die Lage der beiden verſtorbenen Erben bezeichnen hörte. Nach ſeiner Anſicht gehörte Hardy durch ſeine Schen⸗ kung und durch ſeinen mörderiſchen Aſcetismus nicht mehr zu den Lebendigen. Die Betſchweſter fuhr fort: „Der eine von dieſen Menſchen, ein elender Handwerker, iſt durch das Uebermaß ſeiner Laſter zu Grund gegangen; den andern ha⸗ ben Sie durch Steigerung ſeiner zarten, liebevollen Neigungen auf den Weg des Heils geführt. Sein Sie darum geprieſen für die Vorausſicht, in der Sie geſagt haben: An die Lei⸗ denſchaften werde ich mich wenden, um mein Ziel zu er⸗ reichen.“
„Preiſen und jubeln Sie nicht zu früh,“ erwiderte der Jeſuit ungeduldig. „Und Ihre Richte? und der Indier? und die Töchter des Marſchalls Simon? Haben vipſe Leute auch ein chriſtliches Ende gemacht? Sind ſie auch unbetheiligt bei der Erbſchaft?“
„Freilich nicht.“
„Sie ſehen alſo, daß wir keine Zeit damit verlieren müſſen, uns über das Geſchehene Glück zu wünſchen. Wir müſſen an die Zukunft denkeſi Der große Tag 1t her an. Der erſte Juni iſt nicht fern. Gebe der Himmel, daß wir nicht die vier überlebenden Witglieder der Familke vis dähin in der Unbußfertigkeit leben und in den Beſitz der großen Erbſchaft kommen ſehen, welche in ihren Händen Mittel zu neuem Verderben, in den Händen unſerer Geſellſchaft Mittel zur Verherrlichung des Herrn und ſeiner Kirche werden würden.“
„Es iſt wahr, Ehrwürdiger A Vater — —.“
„Da fällt mir ein, Sie wollten mit Ihren Geſchüftsführer n
vegen Ihrer Nichte ſprechen.“
„Ich habe mit ihnen geſprochen, lieber Pater. So un⸗ gewiß die Ausſicht iſt, von der ich Ihnen geſagt habe, ſo muß es doch verſucht werden. Heute werde ich hoffentlich erfahren, ob es den Geſetzen nach möglich iſt.“
„Vielleicht,“ ſagte r mit einem ſcheußlichen Lächeln, „würde man dann in der neuen Lage, in welche ſie ſo ver⸗ ſetzt wäre, — — ein Mittel finden — — zu — — ihrer Bekehrung zu gelangen. Denn ſeitdem ſie ſich dieſem Indier gißen hat, ſcheint das Glück ſ beiden Heiden unver⸗


