Teil eines Werkes 
10. Band (1844)
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richten aus unſerm Retraitehauſe St. Hörem ſind vortrefflich. Herr Hardy, der Freigeiſt, iſt endlich eingegangen in den Schvos unſerer heiligen römiſch⸗katholiſch⸗apoſtoliſchen Kirche.“ Rodin näſelte die letzten Worte in heuchleriſchem Ton. Die Betſchweſter neigte ehrerbietig das Haupt, und Rodin fuhr fort: „Die Gnade iſt bei dieſem Gottloſen zum Durchbruch gekommen dergeſtalt, daß er in ſeinem aſcetiſchen Eifer be⸗ reits die Gelübde abgelegt hat, welche ihn an unſere heilige Geſellſchaft binden.“

„So ſchnell?“ fragte die Fürſtin erſtaunt.

„Unſere Vorſchriften verbieten ein ſolche Eile, ausgenom⸗ men bei einem Büßer, der ſich dem Tod nahe fühlt und es als weſentlich für ſein Seelenheil anſieht, in unſerm Habit zu ſterben und uns ſeine Güter zu überlaſſen — zur Ehre des Herrn.“

„Befindet ſich denn Hr. Hardy in einer ſo verzweifelten Lage, Ehrwürdiger Vater?“

„Das Fieber verzehrt ihn. Nach ſo vielen Schlägen hin⸗ ter einander, die ihn wunderbarer Weiſe auf den Weg des Heils getrieben haben, iſt dieſer Mann von ſo ſchwächlicher und gebrechlicher Natur jetzt moraliſch und phyſiſch faſt ver⸗ nichtet. Die Entbehrungen, die Kaſteiungen die himm⸗ liſchen Freuden der Ekſtaſe bahnen ihm 9e Pn Weg zum ewigen Leben, und es iſt wahrſcheinlich, daß vor Ablauf weniger Tage — —“

Der Pfaff ſchüttelte mit unheimlicher Miene den Kopf.

„Sobald, lieber Pater?“ fragte die Fürſtin.

„Es iſt faſt gewiß. Ich habe alſo von meinen Despenſen Gebrauch machen und dieſen lieben Büßer in articulo mor- tis *) als Mitglied in unſere heilige Geſellſchaft aufnehmen laſſen können, welcher er, der Regel gemäß, all ſeine jetzigen und zukünftigen Güter überlaſſen hat, dergeſtalt, daß er jetzt an nichts mehr zu denken hat, als an ſein Seelenheil. Wie⸗ der ein Opfer des Philoſophismus den Klauen des Satans entriſſen!“

„Ach! lieber Pater, das iſt eine wunderbare Bekehrung.

* Dem Tod nahe.

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