Teil eines Werkes 
9. Band (1844)
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dem er ſchrieb, leiſe genug, daß die Kinder es nicht hören konnten: „Weißt du, wozu ich entſchloſſen war, ehe ich hier herein kam? — — Ich wollte mich erſchießen. — — Mei⸗ nen Kindern verdanke ich das Leben.“

Dagobert erbebte und flüſterte zur Antwort: „Aber gewiß nicht mit Ihren Piſtolen. Ich hatte die Zündhütchen abgenommen.“

Der Marſchall drehte ſich herum und ſah den Soldaten betroffen an. Dagobert nickte und ſprach: „Gott ſei Dank! Mit dieſen Gedanken iſt's vorbei!“

Statt aller Antwort blickte der Marſchall mit einer Freu⸗ denthräne im Auge nach ſeinen Kindern. Dann verſiegelte er das geſchriebene Billet, gab es dem Soldaten und ſagte: „Stelle es dem Herrn Robert zu. Morgen will ich mit ihm ſprechen.“

Dagobert ging mit dem Brief weg. Der Marſchall trat wieder zu ſeinen Kindern, ſtreckte die Arme nach ihnen aus und ſagte: „Nun Fräulein, zwei hübſche Küſſe dafür, daß ich Ihnen den armen Herrn Robert aufgeopfert habe. Habe ich ſie verdient?“

Roſa und Blanea fielen ihrem Vater um den Hals.

Faſt in demſelben Augenblick, wo dies in Paris vorging, wechſelten zwei eigenthümliche Wanderer, obwohl durch den Raum getrennt, geheimnißvolle Gedanken. g

Zwanzigſtes Kapitel.

Die Trümmer der Abtei von St. Johann dem Enthaupteten.

Die Sonne neigt ſich zum Untergang. In düſterer Ein⸗ ſumkeit inmitten eines großen Tannenwaldes erheben ſich die Trümmer eines vor Zeiten Sanct Johann dem Enthaupteten geweihten Kloſters. Epheu, Wucherpflanzen und Moos be⸗ ecken faſt völlig die Haufen alterſchwarzer Steine, aus wel⸗ gebrochene Bogen und einige Wünde mit gothi⸗

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