Teil eines Werkes 
9. Band (1844)
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8 unter dem Arm drückte er ſich an einen Thürpfoſten. Bei

ſeinem Anblick brachen Roſa und Blanca in herzliches Lachen

aus. Froh des heiteren Eindrucks, den Hampel auf die ſo

lange traurig geweſenen Kinder machte, fragte ihn der Mar⸗

4 ſchall gutmüthig. „Was willſt du, mein Junge?“

4 „He — — Herr Herzog! — i — ich nicht!“ erwiderte Hampel und legte betheuernd die Hand aufs Herz, ſo daß

ihm der Federbeſen entfiel.

Die Mädchen lachten noch lauter. „Wie?“ fragte der

Marſchall; „du nicht?“

„Hier, Freudenſtörer!“ rief Dagobert ſeinem Hund zu, der dem vermeinten Einfaltspinſel nicht zu trauen ſchien und mit gefährlicher Miene auf ihn zuging.

„Nein, Herr Herzog,“ antwortete Hampel, „ich nicht, der Kammerdiener hat mir geſagt, ich ſollte, wenn ich Holz hin⸗ auf trüge, dem Herrn Dagobert ſagen, er ſollte dem Herrn

Herzog ſagen, wenn ich im Korb Holz herauf trüge, Herr Robert fragte nach ihm.“ § Die Mädchen lachten überlaut. Der Marſchall aber er⸗

bebte bei dem Namen Robert. Dieſer Robert war der Sendling Rodin's, welcher mit dem Marſchall Beſprechungen hielt über den gewagten Verſuch, Napoleon's Sohn zu ent⸗ führen. — Uber der Ausdruck der Freude verlor ſich nicht auf dem Leſicht des Marſchalls. Nach kurzem Beſinnen ſagte er zu Hampel: „Melde hinunter, Hr. Robert möge gefülligſt einen Augenblick in meinem Zimmer warten.“ „Ja, Herr Herzog,“ ſagte der Tölpel, ſich bis zur Erde verbeugend, und ging hinaus. „Kinder,“ ſagte der Marſchall heiter, „in einem ſolchen 4 Augenblick verläßt man ſeine Kinder nicht, ſelbſt nicht einem Herrn Robert zu Gefallen.“ „O Voater, das iſt ſchön!“ rief Blanca. „Der Herr Ro⸗ bert will mir ſchon lange nicht gefallen.“

„Habt ihr Schreibzeug bei der Hand!“ fragte der Marſchall. „Da auf dem Tiſch,“ ſagte Roſa, auf ein Schreibtiſchchen neben dem Fenſter deutend. Während der Marſchall an den Tiſch ging und ſich ni⸗ verſetzte, blieben ſeine Töchter zärtlich umſchlungen am Ka⸗

min ſtehen. Simon winkte Dagobert zu ſich und ſagte, in⸗

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