Teil eines Werkes 
9. Band (1844)
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weiter zu ſagen wagte. Er ließ verzweifelnd den Kopf hän⸗ gen, warf noch einen bittenden Blick auf den Marſchall, und

da er an dieſem eine neue Gebärde des Unwillens bemerkte, ſchlich er hinaus.

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Neunzehutes Kapitel. Sise Probe

Einige Minuten nach dem Weggang Dagoberts herrſchte in

näherte ſich der General mehrmals zögernd der ins Zimmer ſeiner Kinder führenden Thür. Endlich nahm er ſich zuſam⸗ men, wiſchte den kalten Schweiß von ſeiner Stirn, ſuchte ſeine Aufregung zu verbergen und ging in das Zimmer, in welches Roſa und Blanea ſich geflüchtet hatten. Dagobert hatte Recht gehabt, ſeine Kinder, wie er mit väterlichem Gefühl die Zwillinge nannte, zu vertheidigen. Indeß ſprach der Schein für die Befürchtungen des Marſchalls in Betreff der erkalteten Zuneigung ſeiner Töchter. Seinem Vater hatte er geſagt, er könne ſich nicht die faſt ängſtliche Verlegenheit ſeiner Kinder in ſeiner Gegenwart erklären. Vergebens ſuchte er nach der Urſache ihrer vermeinten Gleich⸗ Bültigkeit. Bald warf er ſich vor, daß er vor ihnen nicht genug den Schmerz über den Tod ihrer Mutter verhehlt und ihnen die Meinung beigebracht habe, ſie ſeien nicht fähig, ihn zu tröſten; bald fürchtete er wieder, er habe ſich nicht zärtlich und gemüthlich genug gegen ſie gezeigt und ſie durch ſeine militäriſche Rauhheit abgeſchreckt; bald endlich ſagte er ſich mit ſchmetzlichem Bedauern, er habe ſtets ſo fern von ihnen gelebt, daß er ihnen faſt fremd ſein müſſe. Mit einem Wort die grundloſeſten Vorausſetzungen drängten ſich ihm in Menge auf. So wie aber einmal dergleichen Keime des Zweifels, Mißtrauens oder der Beſorgniß in ein Herz ge⸗ ſtreut ſind, entwickeln ſie ſich früher oder ſpäter und wurzeln ſo feſt, daß ſie ſchwer auszurotten ſind. Aber trotz der ihm

dem Zimmer des Marſchalls ein düſteres Schweigen. Dann

o ſchmerzlichen vermeinten Kälte ſeiner Kinder, hegte der

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