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den, ich habe Keulenſchlüge ausgehalten — und ich ſoll an
Nadelſtichen umkommen? Ich ſoll mich ſogar in meinem
Haus von einem unbekannten elenden Feind quälen laſſen?
— Unbekannt! Nein, der abtrünnige Aigrigny ſteckt hinter
der ganzen Geſchichte. Ich habe auf der Welt nur einen
Feind, und der iſt dieſer Menſch. Ich muß fertig werden mit
ihm. Ich bin des Dings müde; das geht zu weit.“
„Herr General, bedenken Sie, er iſt ein Geiſtlicher, und — —“
„Was liegt mir an ſeiner Geiſtlichkeit? Ich habe ihn den Degen führen ſehen, und ich will ſchon machen, daß ihm das Soldatenblut zu Kopf ſteigt.“
„Aber, Herr General — — —
„Ich ſage Ihnen, ich muß mich an Einen halten, ich muß einen Urheber zu dieſen heimlichen Niederträchtigkeiten haben, um ihnen ein Ende machen zu können. Sie machen mir das Leben zur Hölle, und nichts wird verſucht um mir dieſen Zorn zu erſparen, der mich langſam umbringt. Ich kann auf keinen Menſchen rechnen.“
„Herr General, das kann ich nicht gelten laſſen,“ ent⸗ gegnete Dagobert ruhig aber feſt.
„Was 2
„Berr General, ich darf Sie nicht ſagen laſſen, daß Sie auf niemand rechnen können. Sie würden es am Ende glau⸗ ben, und das würde ſchlimmer ſein für Sie, als für die⸗
jenigen, welche ſich ihrer Ergebenheit bewußt ſind und für Sie durchs Feuer gehen würden. Zu dieſen gehöre ich, das wiſſen Sie.“
Dieſe mit Rührung geſprochenen Worte brachten den Mar⸗ ſchall zur Beſinnung. Konnte er auch zuweilen durch Ver⸗ druß mürriſch gemacht werden, ſo gewann doch am Ende ſein Geradſinn wieder die Oberhand. Er ſagte alſo in einem weniger barſchen Tone: „Du haſt Recht; ich darf nicht an dir zweifeln. Der Aerger hat mich fortgeriſſen. Durch die⸗ ſen Schandbrief bin ich außer mir gerathen. Es iſt zum Verrücktwerden! Ich bin ungerecht, ſauertöpfiſch, undankbar — undankbar gegen dich!“
„Laſſen Sie uns nicht von mir ſprechen. Wenn Sie mir
am Ende eines Jahres ſolche Worte ſagen, dann dürfen Sie
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