Teil eines Werkes 
9. Band (1844)
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egung, ſtieß mit dem Fuß einen Stuhl um, der ihm im Wege

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„Es iſt gut!“ ſagte der Marſchall und winkte dem Diener hinaus. Dieſer entfernte ſich, und Simon ging wieder mit großen Schritten auf und ab, während er einen Brief in der Hand zerknitterte. Nach einigen Augenblicken erſchien Da— gobert. Der Marſchall fuhr ihn an: „Es iſt eine ziemliche Zeit, daß ich Sie habe rufen laſſen!“

Dagobert, mehr betrübt als bertroffen über dieſen neuen Ausbruch von Unwillen, den er der Gereiztheit des Marſchalls zuſchrieb, erwiderte ſanft: „Herr General, entſchuldigen Sie, * ich war im Begriff meinen Sohn an die Thür zu begleiten und —

„Leſen Sie das!“ unterbrach der Marſchall, ihm den Brief hinreichend.

Dagobert las. Der Marſchall ſetzte ſich wieder in Bewe⸗

ſtand und ſagte mit zunehmendem Zorn: „Alſo ſogar in meinem Haus gibt es von meinen Peinigern erkaufte Men— ſchen! — Haben Sie es geleſen, Herr Baudoin?“

„Das iſt eine neue Schändlichkeit, wie die früheren,“ ant⸗ 5 wortete Dagobert ruhig und warf den Brief in das Kamin. 7

„Der Brief iſt ſchändlich, aber er ſagt die Wahrheit.“

Dagobert ſah den Marſchall an, ohne ihn zu verſtehen. Dieſer fuhr fort: „Wiſſen Sie, wer mir den Brief in die Hände gelegt hat? Ihr Hund. Man meint, der Teufel wäre im Spiel.“

„Freudenſtörer?“ fragte Dagobert höchlich erſtaunt.

„Ja! Das iſt ohne Zweifel ein Spaß von Ihrer Er⸗ findung.“ „Herr General,“ erwiderte der Soldat traurig, „ich bin wahrlich nicht zum Spaß aufgelegt. Wie das gekommen iſt, weiß ich nicht. Freudenſtörer apportirt ſehr gut. Ohne Zwei⸗ fel hat er den Brief im Hauſe gefunden und — —“

„Und wer hat den Brief hingelegt? Ich bin alſo von Verräthern umgeben? Sie geben alſo auf nichts acht, wäh⸗ rend ich auf Sie mein ganzes Vertrauen ſetze.“

„Herr General, hören Sie mich an.“

„Teufel! Fünfundzwanzig Jahre habe ich den Krieg mit⸗ gemacht, ich habe Heeren die Spitze geboten, ich habe die ſchlimmſten Zeiten der Verbannung und Aechtung überſtan⸗