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ſage Ihnen nicht Lebewohl, lieber Agricola, ſondern auf Wiederſehen. Denn ich möchte gern mündlich gegen Sie die Wünſche ausſprechen, die ich für Sie und für Ihre wackern Kameraden hege und ſtets hegen werde. Seien Sie mein Dolmetſcher bei ihnen. Sobald ich es für paſſend halte, Sie zu empfangen, werd' ich Ihnen ſchreiben. Bis dahin glauben Sie, daß ich ſtets bin Ihr wohlgeneigter — — —“
„Finden Sie dieſen Brief paſſend?“ fragte der Jeſuit.
„Ja, lieber Vater.“
„So unterzeichnen Sie ihn.“
„Ja, lieber Vater.“ Der Unglückliche ſchrieb ſeinen Na⸗ men hin und ſank ermattet in ſeinen Seſſel zurück. — 9
Aigrigny ꝛog ein Papier aus der Taſche und ſagte: „Noch Eins, mein lieber Sohn. Sie müſſen die Güte haben, dieſe neue Vollmacht zu unterzeichnen, welche Sie. unſerm Pater Procurator zur Beendigung der bewußten Angelegenheit geben.“
„Ach Gott! ach Gott! Noch etwas?“ rief Hardy mit ſie⸗ berhafter Ungeduld: „Sie ſehen ja, lieber Vater, daß meine Kräfte erſchöpft ſind.“
„Lieber Sohn, Sie haben bloß Ihren Namen zu unter⸗ ſchreiben, nachdem Sie geleſen haben.“ Mit dieſen Worten legte Aigrigny dem halb ohnmächtigen einen großen Stem⸗ pelbogen vor, der mit einer faſt unleſerlichen Schrift be— deckt war.
„Lieber Vater, ich kann das nicht leſen — — heute.“ „Es muß aber ſein, lieber Sohn. Verzeihen Sie meine Dringlichkeit. Wir ſind ſehr arm und — —“
„Ich will unterzeichnen, lieber Vater.“ „Aber Sie müſſen es erſt leſen.“ „Wozu? Geben Sie her.“
„Nun, wenn Sie es durchaus wollen, lieber Sohn, — —“ ſagte der Jeſuit und legte dem Fabrikanten das Papier hin. Hardy unterzeichnete es und verfiel wieder in ſeine Er⸗ mattung.
In dieſem Augenblick trat ein Diener ein und ſagte zu Aigrigny: „Herr Agricola Baudoin wünſcht mit Herrn Hardy zu ſprechen. Er ſagt, er ſei beſtellt.“


