Teil eines Werkes 
9. Band (1844)
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Seinigen Beſtes — — wird kommen — — —

„Ach, Chrwürdiger w! Ich bin ſo glücklich geweſen, für meine Arbeiter thun zu können, was einem ehrlichen Manne möglich iſt. Das Schickſal hat mir nicht verſtattet, fortzufahren. Ich habe meine Schuld gegen die Menſchheit abgetragen. Meine Kräfte ſind erſchöpft; ich begehre jetzt nichts weiter, als Vergeſſenheit und Ruhe. Iſt das zu viel verlangt, gerechter Gott?“

„Gewiß, mein lieber, treuer Sohn, iſt Ihr Edelmuth un⸗ vergleichlich geweſen. Aber eben dieſen Edelmuth wird der erwähnte Handwerker anrufen, um Ihnen neue Opfer auf⸗ zulegen. Denn für Seelen, wie die Ihrige, liegt in der Vergangenheit eine Verbindlichkeit, und es wird Ihnen faſt unmöglich ſein, dem Drängen Ihrer Arbeiter zu widerſtehen. Sie werden ſich abermals zu einer unabläſſigen Thätigkeit genöthigt ſehen, um einen Bau aus ſeinen Trümmern wie⸗ der erſtehen zu laſſen, um von neuem zu gründen, was Sie vor zwanzig Jahren gegründet haben in der vollen Kraft der Jugend, um wieder die Geſchäftsverbindungen anzuknüp⸗ fen, in welchen Ihre ängſtliche Gewiſſenhaftigkeit ſo oft ver⸗ letzt worden iſt, wieder dieſe Feſſeln anzulegen, welche den großen Geſchäftsmann an ein Leben der Unruhe und Arbeit binden. Aber welchen Lohn finden Sie auch dabei! In ei⸗ nigen Jahren werden Sie durch Anſtrengungen auf denſelben Punkt gelangen, wo Sie im Augenblick dieſer ſchrecklichen Kataſtrophe ſtanden. Und was Sie noch weiter ermuthigen muß, iſt die Ausſicht, daß Sie unter dieſen ſchweren Arbei⸗

weniger auf Ihr Seelenheil bedacht, als auf ſein und der

ten wenigſtens nicht mehr der Betrogene eines unwürdigen

Menſchen ſein werden, deſſen erheuchelte Freundſchaft Ihnen das Leben angenehm machte. Sie werden ſich nicht mehr eine ehebrecheriſche Verbindung vorzuwerfen haben, in welcher Sie täglich neue Kräfte zu ſchöpfen wähnten, neuen Muth, Gu⸗ tes zu thun, als ob das, was ſtrafbar iſt, je ein glückliches Ende haben könnte! — Nein! dem Ende Ihrer Laufbahn ſich nähernd, des Zanbers der Freundſchaft ledig, die Nich⸗ tigkeit ſtrafbarer Leidenſchaften anerkennend, werden Sie, al⸗ lein ſtehend, muthig den Stürmen des Lebens trotzen. Frei⸗ lich wird der Gegenſatz anfangs groß ſein, wenn Sie dieſe