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deiner Gedanken ſein, wofern du denkſt. Beſſer aber iſt es, nicht zu denken. — Habe nur das Gefühl eines unabläſſigen Schmerzes. Weiter bedarf es nichts, um den Himmel zu gewinnen. — Der Herr iſt ein eifriger Gott. Man wird ihm nur durch Leiden willkommen. — Das waren die dem Unglücklichen gebotenen Tröſtungen. Er erſchrak, ſchloß die Augen und verſank von neuem in geiſtige Schlafſucht.
Dies düſtere Retraitehaus zu verlaſſen war ihm unmög⸗ lich, oder vielmehr, es fiel ihm nicht ein. Der Wille dazu fehlte i d dann hatte er ſich auch am Ende ſo an den Aufenthalt daſelbſt gewöhnt, daß er ſich wohl darin befand. Man bewies ihm eine ſo zarte Sorgfalt, man ließ ihn ſo mit ſeinem Schmerz allein, die Grabesſtille in dieſem Hauſe ſtimmte ſo gut zu der Stille ſeines Herzens, welches nur noch ein Grab war, wo ſeine letzte Liebe, ſeine letzte Freund⸗ ſchaft, ſeine letzten Hoffnungen für die Arbeiter begraben lagen!
Eine langſame Umwandlung war mit Hardy vorgegangen, nachdem alle Willenskraft in ihm erloſchen war. Allmählig war er dazu gekommen, die Sätze, welche ihn anfangs er⸗ ſchreckt hatten, maſchinenmäßig zu leſen, wie der Gefangene, der nichts weiter zu thun hat, die Nägel an ſeiner Gefäng— nißthür oder die Platten auf ſeinem Fußboden zählt. Dies war ſchon ein bedeutendes Ergebniß für die E. E. V. V. — Bald machte die ſcheinbare Richtigkeit einiger von jenen Sätzen Eindruck auf ſeinen geſchwächten Geiſt. Er las:
Man muß auf die Zuneigung keines Geſchöpfs
auf der Welt rechnen — und er war ſchändlich verra⸗
then worden —. Der Menſch iſt zu, d geboren —
und er ſchmachtete in unſäglichem Leid./— Ruhe iſt nur
in Verleugnung des Denkens — und bei ihm brachte
nur der Schlaf ſeines Geiſtes ſeine Schmerzen eigermaßen zur Ruhe.
Bei allen Wohnungen der in den Wän⸗ den auf geſchickte Weiſe Löcher angebr urch welche man zu jeder Stunde die Inhaber ſe und behorchen konnte. Priſfende Blicke drangen durch dieſe Oeffnungen und beob⸗
achteten der Pfleglinge Mienen und S


