Teil eines Werkes 
9. Band (1844)
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noch den Tag zuvor düſter, niedergeſchlagen und in Verzweif⸗ lung geweſen, jetzt nicht mehr wieder zu erkennen war. Nicht mehr verdüſterte eine grünliche Färbung die blaſſe Goldfarbe ſeiner durchſichtigen Haut. Seine großen Angenſterne, geſtern noch glanzlos, wie von einem feuchten Duft überzogene ſchwarze Diamanten, ſtrahlten hell und ſanft in den perlmutterähnli⸗ chen Augäpfeln. Seine Lippen, lange Zeit bleich, waren wie⸗ der ſo purpurn geworden, wie die ſchönſten Blumen ſeines Heimathlandes.

Plötzlich blieb er ſtehen, zog aus dem Vuſen tig zuſammengelegtes Papier und drückte an ſeine Lippen. Unfähig, den Ausbruch rückzuhalten, ſtieß er einen Freudenruf aus dem Spiegelglas hin, welches den Saal von trennte. Hinter dieſem Glaſe war oftmals ſeiner glühenden Einbildungskraft die Geſtalt Adrianens ſo deutlich erſchienen, daß er die Umriſſe ihres Geſichts mit Karmin ſprechend, ähnlich auf dasſelbe hatte malen können . Vor dieſem Bild blieb Dſchalma in tiefer Betrachtung ſtehen, nachdem er den von Dupont empfangenen Brief wiederholt geleſen und an ſeine Lippen gedrückt hatte.

Dſchalma war nicht allein. Faringhea folgte all ſeinen Vewegungen mit düſterm Späherblick. Ehrerbietig in einer Ecke des Saals ſtehend, ſchien er beſchäftigt zu ſein, den

ein ſorgfül⸗ es wonnetrunken ſeiner Freude zu⸗ und ſprang nach dem Treibhaus

Bedej Dſchalma's (eine Art indiſchen Burnus), deſſen brau⸗ nes leichtes Seidengewebe faſt ganz unter feinen Gold⸗ und Silberſtickereien verſchwand, auseinander zu falten. Sein Geſicht war grämlich und unheilverkündend. Er konnte nicht zweifeln, daß lediglich der von Dupont übergebene Brief die Wonne Dſchalma's verurſacht hatte, und daß der Königs⸗ ſohn ſich geliebt wußte. Dſchalma's Schweigen gegen ihn beunruhigte ihn ſehr. Er wußte nicht, wie er ſich's deuten

ſollte. Im der vergangenen Nacht war er nach Dupont's

Abgang angſtvoll in das Haus zurückgekehrt, um zu ſehen, welchen Eindruck der Brief des Fräuleins auf Dſchalma machte. Er hatte den Saal verſchloſſen gefunden, und auf

Liebhaber von Seltenheiten beſitzen ſolch

e an die erfien An fänge der Kunſt erinnernde indiſche Skizen.

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