Teil eines Werkes 
9. Band (1844)
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behalten hat, ſo hatte ich faſt die Gewißheit, daß ich auf

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beantworten, ſuchte er ſich von dem Meſtizen loszureißen und rief mit lauter Stimme: „Peter! zu Hülfe!“

Sofort kam die Kutſche im ſcharfen Trab herbei. Peter, der rieſige Bediente, packte den Meſtizen an den Schultern, warf ihn einige Schritt zurück und machte dem Rufer Luft. Dieſer brachte ſeinen Anzug wieder in Ordnung und ſagte, von dem Rieſen beſchirmt: „Jetzt, werther Herr, bin ich in der Verfaſſung, Ihre Fragen zu beantworten. Ich muß Ih⸗ nen bemerken, Sie behandeln einen alten Bekannten ſehr grob. Ich bin Dupont, geweſener Verwalter des Gutes Cardoville, derſelbe, welcher geholfen hat, Sie auffiſchen, als Sie Schiffbruch gelitten hatten.“

Beim hellen Schein der zwei Wagenlaternen erkannte der Meſtize das ehrliche Geſicht Dupont's, welcher zuerſt die Theilnahme Adriana's für den verwundet auf Cardoville lie⸗ genden Dſchalma in Anſpruch genommen hatte, und jetzt Haushofmeiſter bei dem Fräulein war. „Aber,“ fragte Fa⸗ ringhea in barſchem, argwöhniſchem Ton, „was haben Sie hier zu ſchaffen? Warum ſchleichen Sie ſich in dieß Haus ein?“

„Ich bemerke Ihnen, daß mein Thun durchaus nichts ſchleichendes hot,“ verſetzte Dupont mit Würde. „Ich bin hierher gekommen in einer Kutſche mit der Livree des Fräuleins von Cardoville, meiner Herrſchaft, von ihr beauf⸗ tragt, ſo, daß es Jedermann ſehen könnte, einen Brief von ihr an ihren Vetter, den Prinzen Dſchalma zu überreichen.“

Faringhea knirſchte vor Wuth und ſagte: „Und warum zu dieſer ſpäten Stunde? Warum durch dieſe Hinterthür?“

„Werther Herr, ich komme zu dieſer Stunde, weil das Fräulein von Cardoville es befohlen hat, und ich bin durch dieſe kleine Thür hineingegangen, weil ich aller Vermuthung nach durch die große Thür nicht zum Prinzen hätte gelangen können.“

„Da ſind Sie im Irrthum, Herr Dupont.“

„Möglich. Aber da man wußte, daß der Prinz gewöhn⸗ lich einen großen Theil der Nacht in dem Säälchen zubringt, neben dem Gewächshaus, zu deſſen Thür hier das Fräulein von der Zeit her, wo ſie das Haus gemiethet, einen Schlüſſel