Teil eines Werkes 
9. Band (1844)
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„Ich habe meine Belohnung ſchon.“ „Wie ſo?“

„Ich verſtehe mich.“

„Gut. Die Geheimhaltung — — —“

„Iſt Ihnen verbürgt.“

„Ja, hinlänglich.“

„Und dann bürgt Ihnen auch meine Betheiligung bei der Sache, welcher ich diene, für meinen Eifer und meine Ver⸗ ſchwiegenheit, gnädiger Herr.“

„Das iſt wahr. Sie ſind ein Mann, feſt und glühend in ſeiner Ueberzeugung.“

„Ich ſtrebe, es zu ſein, gnädiger Herr.“

„Und dabei ſehr religiös — — von Ihrem Standpunkt aus. Bei der herrſchenden Gottloſigkeit iſt es ſchon ſehr löblich, in dieſem Stück überhaupt einen Standpunkt zu haben, zumal da Sie mir von Ihrem Standpunkt aus Ihre Hülfe zuſichernkönnen.“

„Ich ſichere Ihnen dieſelbe zu aus dem Grunde, weil ein unerſchrockener Jäger lieber einen Schakal hat als zehn Füchſe, lieber einen Tiger als zehn Schakale, lieber einen Löwen als zehn Tiger und lieber den Welmis als zehn Löwen.“

„Welmis? Was iſt das?“

„Was der Geiſt iſt im Verhältniß zur Materie, die Klinge im Verhältniß zur Scheide, der Duft im Verhältniß zur Blume, der Kopf im Verhältniß zum Leib.“

„Ich verſtehe. Dieſe Vergleichung iſt ſehr treffend. Sie ſind ein Mann von geſundem Urtheil. Erinnern Sie ſich ſtets deſſen, was Sie mir da geſagt haben, und machen Sie ſich immer mehr des Vertrauens Ihres Abgottes würdig.“ „Wird er wohl bald im Stand ſein, mich anzuhören, gnä— diger Herr?

„In zwei, ſpäteſtens drei Tagen. Geſtern hat eine Kriſis, welche wir der Vorſehung verdanken, ihn gerettet. Seine Willenskraft iſt ſo groß, daß ſeine Heilung ſchnell von Stat⸗ ten gehen wird.“

„Werden Sie ihn morgen wieder ſehen.“

„Ja, vor meiner Abreiſe, um Abſchied von ihm zu nehmen.“

„Nun dann berichten Sie ihm folgende ſonderbare Wahr⸗ nehmung, welche ich noch nicht habe melden können, weil ſie etwas erſt geſtern geſchehenes betrifft.“