Teil eines Werkes 
9. Band (1844)
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ren durch die Nachricht von dem Tode Cephiſens, welche er † ihr ſpäter in ſchonender Weiſe mitzutheilen ſich vorbehielt.

Er antwortete: „Cephiſe iſt eben darum, weil ſie ſtärker iſt als du, ſo heftig erſchüttert worden, daß es, wie man mir vorhin geſagt hat, klug ſein wird, ſie heute noch völlig ruhig zu laſſen.“

— „Ich will alſo warten. Meine Ungeduld, ſie zu ſehen, zerſtreut ſich durch die Ungeduld, dir das Viele zu ſagen, was ich dir mitzutheilen habe“

„Gute, liebe Magdalene — — —.“

„Ach, Freund,“ unterbrach die Mayeur mit Thränen in den Augen, „ich kann dir nicht ſagen, wie mir's iſt, wenn du mich Magdalene nennſt. Es thut mir ſo wohl, daß mein Herz aufgeht.“

„Das arme Kind!“ rief Agricola gerührt. „Wie muß ſie gelitten haben, da ſie ſich ſo glücklich und dankbar zeigt,

%⁄),enn ſie ſich mit ihrem beſcheidenen Namen nennen hört!“

„Lieber Freund,“ fuhr die Mayeur fort, „dies Wort in deinem Mund iſt für mich der Inbegriff eines neuen Lebens. O, wenn du wüßteſt, welche freudige Hoffnungen darin für mich liegen! Deine Frau, die liebliche Angela — ſieh, wie ſüß dieſer Name meinem Mund und meinem Herzen iſt! — deine liebliche, gute Angela mit dem Engelsgeſicht und der Engelsſeele wird mich auch Magdalene nennen. Und deine Kinder, Agricvla, — auch ihnen werde ich Magdalene, ihre gute Magdalene heißen. Durch die Liebe, welche ich für ſie hegen werde, müſſen ſie mir ſowohl angehören, wie ihrer Miutter. Ich will meinen Antheil von mütterlicher Sorgfalt.

Uns dreien ſollen ſie gehören — nicht wahr, Agricola? —

O laß mich weinen! Thränen ohne Schmerz, Thränen, die man nicht verbirgt, thun ſo wohl! Die Quelle der bitteren Thränen iſt durch dich, Freund, für immer vertrocknet. . . Seit einigen Augenblicken hatte dieſer rührende Auftritt .

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einen Zeugen. Agricola und die Mayeur bemerkten nicht, daß Adriana von Cardoville auf der Schwelle der Thür ſtand. Auch ſie war freudeſtrahlend, denn ſie wußte, Dſchalma war

. ihr treu geblieben und liebte ſie leidenſchaftlich. Der gehäſ⸗ ſige Anſchein, durch den ſie ſo ſchrecklich getäuſcht worden, K. 3 war ohne Zweifel ein Kunſtſtück Rodin's. Es blieb ihr nur

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