Teil eines Werkes 
7. Band (1845)
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eine fieberhafte Aufregung, und er ſchrieb ſie dem Umſtand zu, daß er gewiſſermaßen einen Kampf beſtand vor dieſen hochſtehenden Perſonen, welche ſchon anfingen, ſich unter dem Einfluß ſeiner originellen ſ Worte zu beugen.

Der Marquis fing an zu bedauern, daß er dieſen Streit hervorgerufen. Doch fuhr er mit ſchlecht verhehlter Jronie fort: „Ich ſtelle die Winzigkeit Ihrer Mittel nicht in Abrede, ich ſtimme mit Ihnen überein: ſie ſind ſehr kindiſch, ſehr gewöhnlich. Aber das genügt gerade noch nicht, um einen hohen Begriff von Ihrem Verdienſt zu geben. Ich möchte mir alſo erlauben, zu fragen — — —“

„Was dieſe Mittel gefruchtet haben?“ ergänzte Rodin mit einer bei ihm nicht gewöhnlichen Aufregung. „Blicken Sie in mein Spinnengewebe und Sie werden darin das ſchöne kecke Mädchen ſehen, welches vor ſechs Wochen ſo ſtolz war auf ſeine Schönheit, auf ſeinen Geiſt, auf ſeine Verwegen— heit, — jetzt bleich und matt, im Herzen tödlich verwundet.

„Aber „“ meinte die Fürſtin, „der Ausbruch ritterlicher Unerſchrockenheit bei dem indiſchen Prinzen, welcher ganz

gris ergriffen hat, muß doch wohl auch das Fräulein von

ville gerührt haben.“ „Allerdings. Aber ich habe die Wirkung dieſer dummen, eines Wilden würdigen Ergebenheit gelähmt dadurch, daß ich dem Fräulein zeigte, es genüge nicht, ſchwarze Panther zu tödten, um zu beweiſen, daß man ein treuer und zart⸗ fühlender Liebhaber ſei.“

„Gut,“ ſagte Aigrigny. „Das ſtünde feſt: das Fräulein von Cardoville iſt im Herzen verwundet.“

„Aber,“ fragte der Cardinal neugierig, indem er den Ellen⸗ bogen auf den Tiſch ſtützte, „was ergibt ſich daraus für die Rennepont'ſche Erbſchaftsangelegenheit?“

„Es ergibt ſich daraus,“ antwortete Rodin, „erſtlich, daß der ſo gefährlich verwundete gefährlichſte Feind das Schlacht⸗ feld verläßt; und das, denk' ich, iſt ſchon etwas.“

„Allerdings,“ beſtätigte die Fürſtin, „hätte das Fräulein

von Cardoville mit ſeinem Geiſt und ſeiner Verwegenheit die

Seele des gegen uns gerichteten Bundes werden können.“ „Das mag ſein,“ fing der Marquis hartnäckig wieder „In dieſer Beziehung iſt ſie nicht mehr zu und das