Teil eines Werkes 
7. Band (1845)
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„Ah!“ entgegnete Rodin, den Prälaten ſcharf ins Auge faſſend. „Und was haben Sie geſagt?“

„Ei,“ antwortete der Belgiſche Prälat, ſich die Stirn ab⸗ wiſchend, „alles Gute was man von Ewr. Ehrwürden nur ſagen kann.“

„Wollen Sie nicht etwas zu ſich nehmen, lieber Pater?“ fragte die Fürſtin, indem ſie auf das Büffet deutete.

„Ich danke, Frau Fürſtin. Ich habe heut Morgen einige Rettige geſpeiſt.“

— Mein Secretär, der Abbé Berlini,“ bemerkte der Car⸗ dinal, „iſt dieſen Morgen Zenge Ihres Mahles geweſen und hat mich wirklich erbaut durch ſeinen Bericht von der Mäßig keit Ewr. Ehrwürden, die einem Einſiedler keine Schande machen würde.“

„Sollten wir nicht von Geſchäften ſprechen?“ ſagte Rodin im Ton eines Mannes, der gewohnt iſt, eine Erörterung zu leiten und zu beherrſchen.

„Wir werden ſtets glücklich ſein, Sie anzuhören,“ ant⸗ wortete der Kirchenfürſt. „Ewr. Ehrwürden hat ſelber dieſen Tag beſtimmt, um uns von der Rennepont'ſchen Angelegen⸗ heit zu ſprechen. Dieſelbe iſt ſo bedeutend, daß ſie ein Haupt⸗ zweck meiner Reiſe nach Frankreich iſt. Das Beßte der ruhm⸗ vollen Geſellſchaft Jeſu zu fördern, welcher affiliirt zu ſein ich mir zur Ehre rechne, heißt das Beßte Roms fördern und ich habe dem E. V. General verſprochen, daß ich mich ganz zu Ihrem Befehl ſtellen wolle.“

„Ich kann nur wiederholen, was S. Eminenz geſagt hat,“ fügte der Biſchof hinzu. „Wir ſind zuſammen von. Rom ab⸗ gereiſt und unſere Gedanken ſind dieſelben.“

„Gewiß,“ erwiderte Rodin, „kann Ewr. Eminenz unſerer Sache dienen und zwar bedeutend. Ich werde Ihnen gleich ſagen, wie. — Frau Fürſtin, ich habe dem Doctor Baleinier ſagen laſſen, er ſolle hieher kommen; denn es wird gut ſein, ihn von gewiſſen Dingen zu unterrichten.“

„Man wird ihn hereinkommen laſſen wie gewöhnlich,“ er⸗ widerte die Fürſtin.

Der Pater Aigrigny hatte ſeit dem Erſcheinen Rodins geſchwiegen. Er ſchien in einer bitteren Stimmung ſeinen Gedanken nachzuhängen und mit ſich zu kämpfen. Endlich

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