Teil eines Werkes 
7. Band (1845)
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müßte man ihn um jeden Preis ausforſchen. Mit dem Ein⸗ fluß, den er ſich ſeit langer Zeit in Rom verſchafft hat (dathinter bin ich gekommen), möchte er ſeiner Zeit ſehr gefährlich werden können.“

„Hierin,“ rief Aigrigny, von ſeiner Eiferſucht gegen Rodin hingeriſſen, hie bin ich ganz der Meinung Ewr. Eminenz. Mehrmals habe ich einen Schrecken erregenden Ehrgeiz bei ihm durchſchimmern ſehen, und um Ewr Eminenz Alles zu ſagen — —“

Ein Klopfen an der Thür unterbrach den Marguis. Frau Grivois ſah zur halb geöffneten Thür herein und gab ihrer Gebieterin einen Wink. Die Fürſtin antwortete mit einem Kopfnicken, und Frau Grivois zog ſich zurück.

Im nächſten Augenblick trat Rodin in den Saal.

Zwölftes Kapitel.

S B.

Beim Anblick Rodin's ſtanden die beiden Prälaten und der Pater Aigrigny gleichzeitig auf im vollen Gefühl der wirk⸗ lichen Ueberlegenheit dieſes Menſchen. Ihre eben noch von Mißtrauen und Eiferſucht verfinſterten Geſichter heiterten ſich plötzlich auf und lächelten ſcheinbar mit liebevoller Sochach⸗ tung dem ehrwürdigen Vater zu. Die Fürſtin ging ihm einige Schritt entgegen.

MRodin, wie immer ſchäbig gekleidet, ließ auf dem weichen Teppich die Schmutzſpuren ſeiner plumpen Schuhe zurück, ſtellte ſeinen Schirm in eine Ecke und trat an den Tiſch, nicht mit ſeiner gewöhnlichen Demuth, ſondern den Kopf hoch tragend, mit zuverſicht lichem Blick und feſten Schrittes. Er fühlte ſich nicht bloß im Kreis der Seinigen, ſondern er hatte auch das Bewußtſein, ſte geiſtig zu überragen.

haben wir von Ewr. Ehrwürden geſprochen, ſagte r Cardinal mit bezaubernder