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Prälaten zuſammengetroffen. Ich habe ſie wegen ihrer Lauheit ſcharf getadelt und ihren Eifer angefacht. Ich habe ihnen im Namen des heiligen Vaters aufgegeben, offen und kühn die Preßfreiheit und die Glaubensfreiheit anzugreifen, ob⸗ wohl dieſelben durch die abſcheulichen revolutionären Geſetze anerkannt ſind.“
Ach!“ ſagte die Fürſtin mit heiterer Miene, „Ew. Eminenz iſt alſo nicht zurückgebebt vor den ſchrecklichen Gefahren, vor dem Martyrthum, dem ſich unſere Prälaten ausſetzen werden, wenn ſie Ihnen gehorchen? Und vor dieſen furchtbaren Ap⸗ pellationen wegen Mißbrauch? Denke ſich Ew. Emi⸗ nenz, Sie reſidirten in Frankreich und griffen die Landesgeſetze an, wie dies Advokaten- und Parlamentsgezücht ſagt. O Entſetzen! Der Staatsrath würde erklären: es liege Mißbrauch in Ihrem Hirtenbrief. — Es liegt Mißbrauch darin! Wie muß vor dieſem Wort ein Kirchenfürſt erbeben, der auf ſeinem biſchöflichen Thron ſitzend, von ſeinen Würdeträgern und ſeinem Domkapitel umgeben, aus weiter Ferne einige Dutzend
atheiſtiſche Bureaukraten in ſchwarzer und blauer Livree in allen Tönen von der Fiſtel bis zum Baß herab ſchreien hört: Es liegt Mißbrauch vor! Es liegt Mißbrauch vor! Wahrhaftig, wenn Mißbrauch vorliegt, ſo iſt es Mißbrauch
des Lächerlichen — — abſeiten dieſer Menſchen.“ Dieſer Scherz der Fürſtin ward mit allgemeiner Heiterkeit aufgenommen.
Der belgiſche Biſchof nahm erfriſcht wieder das Wort: „Ich finde, dieſe ſtolzen Vertheidiger der Geſetze verfahren bei all ihrer Prahlerei mit einer vollkommenen chriſtlichen Demuth. Ein Prälat gibt ihrer Gottloſigkeit eine derbe Ohrfeige, und ſie machen einen Kratzfuß und entgegnen beſcheiden: O, hoch⸗ würdigſter Herr, es liegt Mißbrauch darin.“
Auch dieſer Witz ward wieder belacht. Der Cardinal ſagte mit vergnügter Miene: „Man muß ihnen die Freude an die⸗ ſem unſchuldigen Gequäk gönnen, mit welchem ſie Schul⸗ knaben unter der Zuchtruthe des Lehrers gleichen. Wir werden
ſtets bei ihnen ſein, *trotz ihnen und ihnen zuwider. Denn
erſtlich liegt uns mehr als ihnen an ihrem Seelenheil, und zweitens bedarf die weltliche Gewalt unſerer ſtets, um ſie zu
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