Teil eines Werkes 
7. Band (1845)
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ſeinen Beichtzettel nicht aufweiſen kann.“

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Beſprechung mit Sr. Ehrwürden, dem Pater Rodin und mit dem Abbe Gabriel ganz vertraulich iſt.“

„Unſer liebwerther Pater hat vollkommen Recht gehabt,“ erwiderte der Cardinal. „Denn obwohl dieſe Rennepontſche Geſchichte in ihren Folgen die ganze apoſtvliſch römiſche Kirche angeht, ſo ſind doch gewiſſe Dinge, welche geheim gehalten werden müſſen.“

Die Fürſtin machte dem Cardinal eine ehrfurchtsvolle tiefe Verbeugung und bewerkte „Ich ergreife dieſen Anlaß, um Ewr. Eminenz zu danken für die Geneigtheit, eine Ausnahme zu machen zu Gunſten einer ſehr geringen und demüthigen Dienerin der Kirche.“

Der Cardinal ſtellte ſein leeres Glas auf den Tiſch, ver⸗ neigte ſich ebenfalls und erwiderte: „Das war nicht mehr als billig gegen die Frau Fürſtin. Wir wiſſen, wie viel die Kirche Ihnen verdankt für die heilſame Richtung, welche Sie den unter Ihrem Patronat ſtehenden frommen Werken geben.“

„Was das betrifft, ſo kann Ew. Eminenz verſichert ſein, ich verweigere jede Unterſtützung demjenigen Armen, welcher

„Nur ſo,“ bemerkte der Cardinal, den diesmal ein appetit⸗ liches Krebsſchwanzbißlein in Verſuchung führte, „nur ſo hat die chriſtliche Milde einen Sinn. Ob die Gottloſigkeit hungert, darnach frage ich nichts. Mit der Frömmigkeit iſt es etwas anders.“ Se. Eminenz ſchluckte in der Geſchwindigkeit das Bißlein hinunter und fuhr fort: „Uebrigens wiſſen wir auch, mit welchem Feuereifer Sie die Gottloſen verfolgen, welche ſich wider die Autorität unſeres heiligen Vaters auflehnen.“

„Ew. Eminenz kann verſichert ſein, daß ich mit Herz und Seele römiſch bin. Zwiſchen einem Gallicaner und einem Türken iſt für mich kein Unterſchied.

Der belgiſche Biſchof nahm das Wort und ſprach: „Die Frau Fürſtin ſpricht nicht übel; aber ich gehe noch weiter. Ich ſage, ein Gallicaner muß der Kirche verhaßter ſein als eine Heide. In dieſem Stück theil ich die Meinung Ludwigs XIV. Von dieſem König ward eine Gunſtbezeugung für einen ſeiner Hofleute verlangt. Nein, ſagte er, dieſer Menſch iſt Janſeniſt — Er? Sire, er iſt Atheiſt. — Das iſt etwas anderes. Ich bewillige die Gnade.“