Geſchwind! hören Sie?“ ſagte ſie mit einem zärtlichen Blick zu Dſchalma.
„Mein Herz bricht!“ ſagte Dſchalma mit dumpfer Stimme in indiſcher Sprache.
„Und morgen wird es vor Luſt und Liebe hüpfen,“ ant⸗ wortete der Meſtize. „Nur durch Verachtung bezwingt man ein ſtolzes Weib. Ich ſage Ihnen, morgen wird ſie zitternd und beſchämt flehend zu Ihren Füßen liegen.“
„Morgen — — wird ſie mich haſſen — — tödlich haſſen!“ erwiderte Dſchalma niedergeſchlagen.
„Ja, wenn Sie jetzt ſchwach und kraftlos vor ihr erſcheinen. Jetzt dürfen Sie nicht zurückgehen . . . . . Sehen Sie ihr ſcharf ins Geſicht, nehmen Sie dann den Strauß dieſer Kleinen und halten Sie ihn an Ihre Lippen. Sik werden dies ſtolze Weib wie vorhin erröthen und erblaſſen ſehen. Werden Sie mir dann glauben?“
Durch die Verzweiflung getrieben, Alles zu verſuchen, folgte Dſchalma wie bezaubert den teufliſchen Rathſchlägen Faring⸗ hea's. Er ſah einen Augenblick das Fräulein von Cardoville ſcharf an, nahm dann mit zitternder Hand den Strauß Roſe Pompon's, warf von neuem die Augen auf Adrianen und fuhr mit den Lippen über die Blume.
Bei dieſer beleidigenden Herausforderung fuhr Adriana un⸗ willkürlich ſo heftig zuſammen, daß Dſchalma es bemerken konnte.
„Sie haben ſie!“ ſagte die Meſtize. „Sehn Sie, gnädiger Herr, wie ſie erbebt iſt vor — — Eiferſucht. Sie iſt Ihr. Muth! und bald wird ſie Ihnen den Vorzug geben vor dem ſchönen jungen Mann hinter ihr. Denn diefer iſt's, den ſie bisher zu lieben glaubte.“ Und als ob er die in Dſchalma bei dieſer Offenbarung aufſteigende Wuth errathen hätte, fügte er ſchnell hinzu „Ruhe und Verachtung! An dieſem Menſchen iſt es jetzt, Sie zu haſſen.“
Dſchalma bezwang ſich und fuhr mit der Hand über ſeine zornglühende Stirn.
„Was ſchwatzen Sie ihm denn vor, das ihn ſo reizt?“ ſagte Roſe Pompon im ſchmollenden Ton zu dem Meſtizen. Und dann wandte ſie ſich zu Dſchalma mit den Worten


