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Als Kunſtgegenſtand?“ erwiderte Adriana. „— — Ja — — ſehr ſchön.“
„Sehn Sie einmal an, wie keck die Kleine iſt“ ſagte die Marquiſe. „Sie lorgnirt uns!“
„Gut!“ ſagte der Marquis ironiſch. „Und noch beſſer: ſie legt ohne Umſtände ihre Hand auf die Schulter ihres Indiers, ſonder Zweifel, um ihn die Bewunderung theilen zu laſſen, welche Sie, meine Damen, ihr einflößen.“
Dſchalma, bis jetzt ganz in Betrachtung der ihn an ſeine Heimath erinnernden Decoration verloren, war unempfindlich geblieben gegen die Neckereien Roſe Pompon's und hatte Adrianen noch nicht bemerkt. Roſe Pompon, ſich an der Brüſtung ihrer Loge hin- und herbewegend, belugte fort⸗ während das Fräulein von Cardoville und ſagte: Ei ei Das iſt ja eine wahre Rarität. Eine prächtige Dame mit rothen Haaren; aber ich muß ſagen, ſchön roth. Sehen Sie doch einmal, Prinz Charmant!“ Und dabei klopfte ſie, wie Frau von Morinval bemerkte, auf Dſchalma's Schulter. Dſchalma fuhr zuſammen, wandte den Kopf nach der bezeich⸗
neten Seite und bemerkte jetzt erſt das Fräulein von Cardo⸗ ville. Obgleich man ihn halb und halb auf dies Zuſammen⸗ treffen vorbereitet hatte, fühlte er ſich ſo heftig ergriffen, daß er unwillkürlich aufzuſpringen im Begriff ſtand. Faringhea legte ſeine Eiſenhand auf ſeine Schulter, hielt ihn nieder und flüſterte ihm in indiſcher Sprache zu: „Muth! — und morgen liegt dies Weib zu Ihren Füßen.“ Und als Dſchalma dennoch aufzuſtehn verſuchte, fuhr er fort: „Eben iſt ſie vor Eiferſucht bleich und roth geworden. Keine Schwäche, oder Alles iſt verloren!“
Roſe Pompon wandte ſich um gegen den Meſtizen und ſagte: „Sprechen Sie wieder Ihr abſcheuliches Platt? Erſt- lich iſt das unanſtändig, und zweitens lautet dieſe Sprache ſo verrückt, daß man meint, Sie knackten Nüſſe, wenn Sie ſprechen.“
„Ich ſpreche mit dem gnädigen Herrn von Ihnen,“ erwiderte Faringhea. Es handelt ſich von einer Ueberraſchung, die er Ihnen bereitet.“
„Eine Ueberraſchung? Ja, das iſt etwas anderes. —


