Teil eines Werkes 
7. Band (1845)
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beginnt erſt die Täuſchung) und ſtellt furchtbare Kämpfe mit Löwen, Tigern und Panthern vor. Ganz Paris ſtrömt zu dieſen Vorſtellungen; und ganz Paris wird Sie dort ſchöner und reizender als je ſehen.“

„Ich bin es zufrieden, ich bin es zufrieden!“ rief Adriana mit der Freude eines Kindes. „Sie haben Recht. Ich werde ein eignes Vergnügen empfinden beim Anblick dieſer Unge⸗ thüme, welche mich an die von meinem Halbgott bekämpften erinnern müſſen. Ich bin es zufrieden, weil ich zum erſten Mal in meinem Leben das Bedürfniß empfinde, von jeder⸗ mann ſchön gefunden zu werden. Ich bin es zufrieden, weil — — —“

Ein Klopfen an der Thür unterbrach das Fräulein. Flo⸗ rine trat ein und meldete Herrn Rodin an.

Fünftes Kapitel. 3 ch t i ün 3

Rodin trat ein. Ein flüchtiger Blick auf das Fräulein und auf den Grafen ließ ihn errathen, daß er ſich in einer ſchwie⸗

rigen Lage befand. Nichts ſchien weniger beruhigend als

die Mienen Adriana's und des Herrn von Montbron. Der Graf hatte, wie früher geſagt worden, die Gewohnheit, ſeinen Widerwillen gegen Menſchen, welche er nicht leiden konnte, durch ein verletzendes Benehmen kund zu geben. Dieſer Ge⸗ wohnheit zu Liebe hatte er eine ziemliche Anzahl von Zwei⸗ kämpfen beſtanden. Beim Erſcheinen Rodin's ward ſeine Miene plötzlich verachtungsvoll und finſter. Im Geſpräch mit Adrianen an das Kamin gelehnt ſah er den Jeſuiten über die Achſel an, ohne deſſen tiefe Verbeugung zu erwidern. Adriane ihrerſeits wunderte ſich faſt über ſich ſelber, daß ſie beim Anblick jenes Menſchen keine Regung des Unwillens und Zornes fühlte. Die Flamme, welche in Herzen vn.