— ů z*———————————————————
Gegenwart, er ſei, ſchwer verwundet und nach heftigem Widerſtand von dem Prinzen Dſchalma zum Gefangenen gemacht, in das feindliche Lager geführt worden bei dem Do
Der Graf fing wieder an zu buchſtabiren, fand aber dieſen Namen noch kauderwälſcher als den vorigen und ſagte: „Ich verzichte darauf, dieſen Namen auszuſprechen.“
„Er iſt doch leicht genug!“ erwiderte Adriana. „Bei dem Dorf Schemſchabad.“
„Sie beſitzen einen unfehlbaren mnemoniſchen Kunſtgriff, um geographiſche Namen zu behalten,“ bemerkte der Graf und fuhr fort zu leſen.
„ Als der Oberſt in das Lager kam, ward er mit der rührendſten Gaſtfreundſchaft aufgenommen. Dſchalma pflegte ihn wie ein Sohn ſeinen Vater. Dort erfuhr der Oberſt einige Thatſachen, welche ſeine Begeiſterung für den Prinzen auf's Höchſte ſteigerten. Folgende zwei Vor⸗ fälle hat er in meiner Gegenwart erzählt.
In einem der Gefechte war der Prinz von einem zwölf⸗ jährigen indiſchen Knaben begleitet, den er zärtlich liebte. Derſelbe diente ihm als Edelknabe, folgte ihm zu Pferd und trug für ihn Waffen zum Wechſeln. Dies Kind war der Liebling ſeiner Mutter. Beim Auszug des Heeres hatte ſie es dem Prinzen anvertraut mit den ſtviſchen orte Er ſei dein Bruder. — Er ſoll mein Bruder ſein, hatte Dſchalma geantwortet. Bei einer
blutigen Niederlage ward der Knabe ſchwer verwundet, und ſein Pferd getödtet. Der Prinz rettete ihn mit Lebensge⸗
fahr, nahm ihn hinter ſich aufs Pferd und floh mit ihm.
Ein Schuß traf ſein Pferd. Das Thier ſchleppte ſich noch
in ein nahes Gebüſch und ſiel dann erſchöpft nieder. Der
Knabe konnte nicht gehen, weil eins ſeiner Beine zer⸗
ſchmettert war. Dſchalma nahm ihn in die Arme trug ihn fort und verbarg ſich mit ihm im Dickicht. Die Eng⸗
länder kamen nach und durchſuchten die Gebüſche. Nach einer Nacht und einem Tag des Hin- und Herſchleichens unter unfäglichen Mühen und Gefahren gelang es dem Königsſohn, mit dem Knaben auf dem Arm das Lager feines Vaters zu erreichen. Dort ſagte er einfach: Ich
*


