Teil eines Werkes 
7. Band (1845)
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erwiderte der Graf mit einem durchdringenden as S 4u 2 ſagte Adriana beherzt. „Nun! ich ſuche die Urſache dieſer plötzlichen Leiden⸗ ſchaft.“ Dieſer geographiſchen Leidenſchaft,“ ergänzte Adriana. „Nicht wahr, lieber Graf, Sie finden dieſe Leidenſchaft ein wenig zu ernſthaft für mein Alter? Aber man muß eben doch die Stunden ausfüllen; und da ich zufällig einen halb⸗ wegs fürſtlichen Indier zum Vetter habe, ſo iſt mir die Luſt aßehognei eine V orſtellung zu haben, von dem glückſ ſeligen Land, aus welchem mir dieſe wilde Verwandſchaft z zugekom⸗ men iſt.“ Adriana ſprach die letzten Worte in ſo verſtimmten Ton, daß es dem Grafen auffiel. Er beobachtete ſie aufmerkſam und bemerkte: „Es ſcheint mir; Sie ſprechen von dem Prin⸗ zen — — mit einiger Bitterkeit.“ „Ich ſpreche mit Gleichgültigkeit von ihm.“ „Indeß er verdiente . . . ein ganz anderes Gefühl.“ „Vielleicht von einer ganz andern Perſon,“ verſetzt e Adriana trocken. Mit dem Ton wahrer Rührung ſagte der Graf „Er iſt ſo unglücklich, daß es mir in der Seele wehe g gethan hat, als ich ihn vor zwei Tagen ſah.“ „Was geht mich bies Seelenweh an!“ entgegnete das Fräulein mit faſt zorniger Ungeduld. „Ich wünſchte, ſo bittere Qualen fiößten Ihnen wenigſtens Mitleid ein,“ antwortete der Graf mit Ernſt und Nachdruck. „Mir? Mirleid?“ rief Adriana mit der Miene verletzten Stolzes. Und dann fuhr ſie mit Kälte fort: „Herr von Montbron, das iſt ein Scherz. Es kann Ihnen nicht einfallen, mir im Ernſt Theilnahme für die Liebesqualen Ihres Prin⸗ zen zuzumuthen“ Die letzten Worte waren ſo wegwerfend geſprochen und in den Mienen 3 bleichen Geſichts lag ſolche Verachtung, daß der Graf den Ton der Betrübniß anſtimite, indem er ſagte: „Alſo iſt es wahr, und man hatte mich nicht ge⸗ täuſcht! Ich, der ich kraft meiner alten beſtändigen Freund⸗ ſchaft einigen Anſpruch auf Ihr Vertrauen zu haben glaubte

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