„Wo Teufel ſoll ich denn das Geld fiſchen, um dieſe Wunderdinge zu kaufen?“ entgegnete der Schriftſteller. „Ich wiederhole Ihnen: alles das gehört Ihnen, wenn Sie wollen und wenn Sie mich anhören.“
„Iſt denn das Ernſt?“ fragte Roſe betreten.
„Völliger Ernſt.“
„Die Vorſchläge, daß ich als vornehme Dame leben ſoll?“
„Dieſe Schmuckſachen bürgen Ihnen für die Ernſtlichkeit der Anerbietungen.“
„Und Sie, armer Nini Moulin, machen mir die Aner⸗ bietungen für einen Andern?“
„Gemach!“ rief der kirchliche Schriftſteller mit komiſcher Schamhaftigkeit. „Geliebte Tochter, Sie kennen mich zu gut, um zu glauben, daß ich im Stande wäre, Ihnen eine un⸗ ehrliche oder unſchickliche Handlung anzurathen. Dafür habe ich zu viel Selbſtachtung, — zu geſchweigen, daß es nicht
eben angenehm ſein würde für Philemon, der mir die Be⸗ wachung Ihrer Tugenden anvertraut hat.“ „Nun, auf Ehrenwort, Nini Moulin,“ rief das Mädchen „das begreif ich nicht.“ „Die Sache iſt ganz einfach. Ich — — —“ „Halt! Ich hab's!“ unterbrach Roſe Pompon.“ Ein Herr will mir ſeine Hand, ſein Herz und eine Zugabe anbieten. Das hätten Sie mir ja gleich ſagen können.“ „Eine Heirath! Ja wohl!“ verſetzte der Schriftſteller achſel⸗ zuckend. „Keine Heirath?“ fragte das Mädchen. „Nein.“ „Und die Vorſchläge, welche Sie, dicker Apoſtel, mir machen, ſind ehrenhaft?“ „ Es kann keine ehrenhafteren geben,“ verſicherte vumvulin aufrichtig. „Und ich ſoll meinem Philemon nicht untreu werden?“ „Nein.“ „Aber vielleicht einem andern treu?“ „Auch das nicht.“ Roſe Pompon wußte nicht, was ſie dazu ſagen ſollte. Nach einigem Beſinnen fuhr ſie fort: „Spaß bei Seite! Ich bin nicht ſo albern, um mir einzubilden, man würde mich
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