Teil eines Werkes 
7. Band (1845)
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ten Haut dieſer Körpertheile ſchien der Scharlach des Kittels

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Sonnenſtrahlen zu ihrer Erwärmung zu benutzen. Die Kleidung des kleinen Dings war zwar barock, hob aber ihre blühende Jugend, ihr reizendes niedliches Geſicht und die Pracht ihrer ſorgfältig gekämmten blonden Haare vortheilhaft hervor. Ohne zu fragen, was die Welt dazu denken könnte, hatte ſie als Schlafrock den ſcharlachrothen wollenen Schifferkittel Philemons angezogen. Der offene umgelegte Kragen desſelben ließ ihr weißes Hemd ſehen, ihren Hals, den oberen Theil ihrer Bruſt und ihre Schultern mit Grübchen. Auf der glat⸗

ſich in roſigem Abglanz zu ſpiegeln. Aus den weiten halb aufgeſchürzten Aermeln ſahen ihre runden Arme hervor, und eben ſo unter dem Saum des Schiffergewandes ihre überein⸗ ander geſchlagenen Beine, mit ſtraff angezogenen Strümpfen und bis über die Knöchel reichenden Schuhen bekleidet. Eine ſchwarzſeidene Halsbinde ſchlang ſich als Gürtel um ihre der Bewunderung eines Phidias werthen Hüften und gab ihrer etwas zu wenig verhüllenden Kleidung eine eigenthümliche Anmuth. Das Beiwort „wunderlich“, welches wir dem Zimmer ge⸗ eben, haben wir gerechtfertigt. Wir haben nun noch die Seltſamkeit der Feuerung und die Sonderbarkeit des Früh⸗ ſtücks darzuthun. Das Brennholz der gewöhnlichen Gattung war der Kleinen ausgegangen; alſo heizte ſie ſich ohne Um⸗ ſtände mit den Stiefelhölzern Philemons, welche ſich im Kamin viel zierlicher ausnahmen als knorrige Bengel oder Klötze. Der Waſchnapf, in welchem ſie kurz vorher ihr Ge⸗ ſicht geklärt hatte, war jetzt in einem Salatkumpen verwandelt, aus welchem ſie mit den Fingern grasgrüne Blätter zum Mund brachte, ohne daß ihre feſten weißen Zähnchen beim Zerkauen derſelben von dem übermäßig ſcharfen Eſſig ſtumpf wurden. Als Getränk diente ihr eine Miſchung von Wuſſer und Stachelbeerſirop, mit einem hölzernen Senflöffelchen um⸗ gerührt. Als Beieſſen lag in einem kleinen Gefäß von dun⸗ felblauem Glas ein Dutzend Oliven, und zum Nachtiſch wollte ſie ſich auf einer im Feuer der Stiefelhölzer geglühten Schaufel Rüſſe röſten. Daß bei einem ſolchen Futter ihre friſche Farbe ſie des Namens Roſe Pompon würdig machen konnte, iſt eins der Wunder, welche offenbaren, was Jugend und Geſundheit vermag.

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