ſtand Rath zu ſchaffen. „Alſo, liebes Kind,“ ſagte er, „ein Berr Desmoulins hat Sie angereizt, dieſen ſchlechten Spaß zu machen?“
„Nicht Desmoulins, ſondern Dumvulin,“ berichtigte Roſe Pompon. „Er ſchreibt an den Küſterzeitungen und verthei⸗ digt die Frommen für's Geld, denn wenn Nini Moulin ein Heiliger iſt, ſo ſind ſeine Schutzpatrone Sanet Voll⸗ hard und Sanct Lumphard, wie er ſelber ſagt.“
„Dieſer Herr ſcheint mir ſehr luſtiger Natur zu ſeyn.“
„O, eine gute Haut!“
„Warten Sie einmal, — warten Sie einmal,“ fuhr Ro⸗ din fort und that, als ob er ſich beſänne. „Iſt das nicht ein Mann von 36— 40 Jahren, dick, mit rothem Geſicht?“
„Wie ein Glas Burgunder,“ ergänzte Roſe Pompon „und mit einer Kupfernaſe.“
„Ganz recht, das iſt Herr Dumoulin. O, jetzt bin ich vollkommen beruhigt, liebes Kind. Der Spaß beunruhigt mich nicht weiter. Herr Dumoulin iſt ein ſehr braver Mann, der nur vielleicht das Vergnügen ein wenig zu ſehr liebt.“ „Alſo werden Sie ſich nun doch bemühen, dem Jakob zu helfen? Der dumme Witz von Nini Moulin wird Sie nicht hindern?“
„Ich denke, nein.“
„Nicht wahr, ich darf dem Nini Muulin nicht ſagen, daß Sie wiſſen, er iſt es, der mich angereizt hat, Sie Herr Ro⸗ din zu nennen?“
„Warum nicht, liebes Kind? In allen Stücken muß man offen die Wahrheit reden.“
„Aber Nini Moulin hat mir dringend anempfohlen, nicht zu ſagen, daß er es geweſen
„Wenn Sie mir es geſagt haben, ſo iſt es aus einem ſehr guten Grund geſchehen. Warum ſollten Sie es ihm nicht geſtehen? Uebrigens, liebes Kind, iſt das Ihre Sache und nicht die meinige. Thun Sie, was Sie wollen.“ „Darf ich Cephiſen ſagen, was Sie für gute Abſichten in Betreff Jakob's haben?“
ins Werk zu ſetzen. Der Socius beſchloß, für dieſen Miß⸗


