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Die Rennepont'ſche Angelegenheit nehm' ich auf mich. Sie iſt der einzige Punkt, um den ſich unſere zeitlichen Plane drehen. Sie muß von Neuem eingefädelt werden. Die Triebfeder des Eigennutzes, das Spiel der Leiden⸗ ſchaften muß an die Stelle der dummen Keulenſchläge des Pater Aigrigny treten. Er hätte beinahe Alles ver⸗ dorben. Er iſt indeß nicht ganz unbrauchbar. Er iſt Weltmann, weiß zu beſtechen und hat Scharfblick. Aber er hat nur eine Tonleiter; und dann iſt er nicht groß genug, um zu verſtehen, ſich klein zu machen. Wenn er auf ſeiner wahren Stelle iſt, werd' ich ihn zu verwenden wiſſen. Er hat gute Stücke. — Ich habe zu rechter Zeit von der Vollmacht des E. V. G. Gebrauch gemacht. Im Nothfall werd' ich dem Pater Aigrigny die Verpflich⸗
tungen mittheilen, welche der General insgeheim gegen
mich eingegangen iſt. Bis jetzt hat man ihn die be⸗ wußte Beſtimmung der Erbſchaft ausarbeiten laſſen. Der Gedanke iſt gut, aber nicht zeitgemäß. Daſſelbe Ziel auf einem andern Weg.
Die Nachweiſungen falſch. Es ſind mehr als 200 Millionen. Eintretenden Falls iſt das Zweifelhafte gewiß, und es bleibt ein endloſer freier Spielraum. — Die Rennepont'ſche Angelegenheit iſt in dieſem Augen⸗ blick zwiefach die meinige. Vor Ablauf von drei Mo⸗ naten ſind dieſe 200 Millionen unſer durch den freien Willen der Erben. Es muß ſeyn. Wäre es nicht, ſo entginge mir das zeitliche Mittel, und meine Ausſichten ſchwänden um die Hälfte. Ich habe unbeſchränkte Voll⸗ macht verlangt. Die Zeit drängt; ich handle, als ob ich ſie hätte. Eine Nachweiſung iſt mir unentbehrlich zu meinen Planen. Ich erwarte ſie von Ihnen. Ich muß ſie haben. Sie verſtehn mich. Der Einfluß Ihres Bruders am Wiener Hof wird Ihnen dienen. Ich will die genaueſten Nachweiſe haben über die jetzige Stellung des Herzogs von Reichſtadt, des Napoleon II. der Im⸗ perialiſten. Kann man oder kann man nicht durch Ihren Bruder eine Correſpondenz mit dem Prinzen anknüpfen, ohne daß ſeine Umgebung etwas davon erfährt?
Schaffen Sie ſchnell Rath. Das iſt dringend. Ge⸗


