Teil eines Werkes 
5. Band (1844)
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und ein halb Jahren hab ich angefangen zu weinen und

für das Hundegeſchlecht, die das Anſpannen bieten.

ben muß! Da möchte ſich ja ein Stein erbarmen! Und man verbietet, Hunde anzuſpannen!“ *) bemerkte Roſe Pom⸗ pon ſehr vernünftig. 3

„Es iſt wirklich wahr,“ entgegnete die Alte. „Die Thiere ſind manchmal beſſer daran als die Menſchen. Aber was hilft's? Man will leben. Wo das Thier angebunden iſt, da muß es weiden. — Hart genug war es. Ich habe eine Lungenkrankheit davon getragen. Meine Schuld war es nicht. Wenn ich an dem Kärrnchen, an das ich geſpannt war, zog, da drückte es mich hier auf der Bruſt ſo, daß mir der Athem ausging.. Am Ende hab' ich denn auch das Fuhrwerk ſtehen laſſen und einen Laden angefangen. Das heißt, wenn ich Gelegenheit und Schönheit gehabt hätte, würd' ich viel— leicht geweſen ſeyn, wie ſo manches junge Blut, welches an⸗ fängt mit Lachen und aufhört mit...“

„Dem Gegentheil,“ ergänzte Roſe Pompon. „Sie haben Recht, Arſene. Aber nicht jedermann iſt herzhaft genug, ſich anzuſpannen, um ordentlich zu bleiben. Man beredet ſich, man müſſe luſtig leben, ſo lang man jung und hübſch iſt, man ſey nicht alle Tage ſiebzehn Jahr alt. Und dann und dann — käme entweder das Ende der Welt oder man hei⸗ rathe.“

„Sagen Sie nur, Mamſell, es wäre vielleicht beſſer gewe⸗ ſen, damit anzufangen.“

„Freilich. Aber man iſt zu dumm. Man verſteht nicht, die Männer zu beſchwatzen, oder in's Bockshorn zu jagen. Man iſt einfältig, traut ihnen und wird von ihnen angeführt. Sehen Sie, Arſene, ich wäre ein Beiſpiel zum Entſetzen, wenn ich erzählen wollte. Aber es iſt genug, daß man Kum⸗ mer gehabt hat. Man braucht ſich nicht auch noch Kopfweh mit Erinnerungen zu machen.“ .

„Was? Sie Manſell, ſo jung und ſo luſtig, Sie haben Kummer gehabt?“ 0 „Das will ich meinen, Arſene! Im Alter von fünfzehn

*) Bekanntlich gibt es Verordnungen voll rü