Teil eines Werkes 
5. Band (1844)
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„Arme Cephiſe!“ ſagte Roſe Pompon ſeufzend und traurig den Kopf ſchüttelnd. „Nachdem ſie ſich ſo luſtig gemacht, nachdem ſie ſo viel Geld durchgebracht hat mit Jakob Renne⸗ pont, ſoll ſe nun dort wohnen und ſich wieder bequemen, von ihrer Hände Arbeit zu leben! Dazu gehört Muth!“

„Freilich,“ fügte die Alte hinzu, „freilich iſt ein großer Abſtand von dieſem armſeligen Stübchen zu der vierſpännigen Kutſche, in welcher Cephiſe Sie vor ein paar Tagen abgeholt hat, mit all den ſchönen Masken, die ſo luſtig waren, zumal der Dicke mit dem Helm von Silberpapier uud dem Fleder⸗ wiſch darauf und mit den Unſchlagſtiefeln. Das iſt einmal ein ſchnurriger Kauz!“

„Ja, Nini Muulin iſt ein luſtiger Kerl. Er hat ſeines Gleichen nicht im Tanz der Verbotenen Frucht. . . Man mußte ihn ſehen der Cephiſe, der Königin Bacchanal, gegen⸗

über. Arme, lachende Lärmmacherin! Wenn ſie jetzt Lärm

macht, ſo geſchieht es durch Weinen!“

„O, die Jugend! die Jugend!“ ſagte die Händlerin.

„Seyn Sie nur ſtill, alte Arſene. Sie ſind auch einmal jung geweſen.“

„Meiner Treu! das war der Mühe werth! Wenn ich die Wahrheit ſagen ſoll, ſo bin ich mir immer vorgekommen, wie Sie mich jetzt ſehen.“

„Und die Liebhaber, Frau Arſene?“

„Die Liebhaber? Ja freilich! Erſtens war ich häßlich und zweitens allzu gut gehütet.“

„Ihre Mutter hat Sie alſo ſcharf im Auge gehabt.“

„Nein, Manſell. Aber ich war angeſpannt.“

„Angeſpannt?“ fragte Roſe Pompon verdutzt.

„Ja, Mamſell, an ein Waſſerträgerfaß mit meinem Bru⸗ der. Sie können ſich denken, wenn wir acht bis zehn Stun⸗

den des Tags wie zwei Pferde gezogen hatten, da verging

mir die Luſt an Narrenspoſſen zu denken.“

„Arme Arſene! das war eine harte Arbeit!“ ſagte Roſe Pompon theilnehmend.

„Im Winter bei Froſt war ſie am härteſten. Ich und

mein Bruder mußten uns die Schuhe ſcharf machen laſſen

wegen des Glatteiſes.“

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„Und ein weibliches ein ſolches Le treis

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