Teil eines Werkes 
5. Band (1844)
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Hut, ſeinem alten Rock, ſeinem geflickten Regenſchirm und

„Und Sie ſagen, dahinein müßte Ihre Milch gemeſſen wer⸗ den? O ich ſchäme mich für Sie,“ erwiederte die Alte.

„Und ich, — wenn ich jemanden auf der Treppe begeg— nete, während ich dies Glas wie eine Kerze trage — ich müßte lachen und würde das letzte Stück aus dem Bazar Philemon's zerbrechen, und er würde mir fluchen.“

„Es ſteht nicht zu befürchten, daß Sie jemanden begegnen. Der Erſte iſt ſchon ausgegangen und der Zweite ſteht ſehr ſpät auf.“

„Da Sie von Miethsleuten reden —“ ſagte Roſe Pom⸗ pon, „iſt nicht hinten im Hof im zweiten Stock eine Stube zu vermiethen? Ich denke daran für Cephiſen, wenn Phile⸗ mon zurückkommt.“

„Ja, unter dem Dach iſt ein ſchlechtes Stübchen über den zwei Zimmern des guten Alten, der ſo geheimnißvoll iſt,“ antwortete Arſene.

„Aha, der alte Charlemagne. — Wiſſen Sie weiter nichts zber ihn?“

„Wahrhaftig nicht, Mamſellchen, außer daß er dieſen Mor⸗ gen mit Tagesanbruch gekommen iſt. Er hat an den Fen⸗

ſterladen geklopft und gefragt: Liebe Frau, haben Sie nicht

geſtern einen Brief für mich erhalten? (Er iſt immer ſehr höflich, der gute Mann.) — Nein, ſagte ich. — Gut, gut! Dann laſſen Sie ſich nicht ſtören; ich komme wieder vorbei. — Und damit ging er weg.“

„Er ſchläft alſo nie im Hauſe?“

„Nie. Vermuthlich wohnt er anderwärts, denn er kommt

nur alle vier oder fünf Tage und bringt einige Stunden im

Tag hier zu.“

„Und er kommt allein?“

„Immer allein.“

„Sind Sie deſſen gewiß? Bringt er nicht etwa ein Weib⸗ lein in's Haus? denn in dieſem Fall würde Philemon Ihnen

aufſagen,“ bemerkte Roſe Pompon mit ſcherzhaft ſchamhafter WMiene.

„Herr Charlemagne! eine Weibsperſon bei ſich! Der arme, iebe Mann!“ rief die Händlerin, die Hände zum Himmel erhebend. „Sie müſſen ihn ſehen mit ſeinem ſchmierigen

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