Teil eines Werkes 
5. Band (1844)
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eimer und auf die andere einige Gebunde welker Zwiebeln und etliche gelbliche Kohlhäupter. Am Fuß der Treppe, im Halbſchatten dieſes Kellers, ſah man den Widerſchein des Feuers, welches in einem kleinen Ofen brannte.

Dieſer Laden, dicht neben dem kleinen Durchgang, diente als Portierſtübchen, und die Gemüsfrau diente als Haus⸗ hüterin.

Bald kam ein niedliches Geſchöpf aus dem Haus und ſchwänzelte mit leichten Schritten in den Keller der alten Arſene. Dies Mädchen war Roſe Pompon, die Buſenfreundin der Königin Bacchanal, für den Augenblick Wittwe, deren bacchiſcher aber achtungsvoller Cicisbeo, wie wir wiſſen, Nini⸗ Moulin war, dieſer orthodoxe Mohrentänzer, welcher ſich vor⸗ kommenden Falls nach dem Zechen in Jakob Dumvulin ver⸗ wandelte, den religiöſen Schriftſteller, und ſo luſtig vom un⸗ züchtigen Tanz zur ultramontanen Polemik überging, von der ſtürmiſchen Tulpe zu einem katholiſchen Pamphlet.

Roſe Pompon hatte eben ihr Bett verlaſſen, wie aus der Nachläſſigkeit ihrer wunderlichen MWorgenkleidung erſichtlich war. Ohne Zweifel in Ermangelung einer andern Kopfzier trug ſie auf ihren ſchönen, wohlgekämmten und geglätteten blonden Haaren eine Policemütze, die ſie von ihrer Verklei⸗ dung als ſtutzerhafter Ablader entlehnt hatte. Man konnte ſich nichts ſchelmiſcheres denken, als dies ſiebzehnjährige, roſige, friſche Geſichtchen mit Grübchen in Kinn und Wangen, belebt von zwei munteren ſtrahlenden blauen Augen. Roſe Pompon war vom Hals bis zu den Füßen ſo dicht in ihren etwas

verſchoſſenen roth und grün gewürfelten ſchottiſchen Mantel

verhüllt, daß man denken mußte, Gedanken der Scham gingen ihr im Kopfe herum. An ihren nackten Füßen, die ſo weiß waren, daß man nicht wußte, hatte ſie Strümpfe an oder nicht, trug ſie rothe Saffianſchuhe mit verſilberten Schnallen. Es war leicht zu bemerken, daß ihr Mantel einen Gegenſtand

verbarg, den ſie in der Hand hielt.

„Guten Morgen, Mamſell Roſe Pompon,“ ſagte die alte

Arſene mit freundlicher Miene. „Sie ſind heute früh auf.

Sie haben wohl geſtern nicht getanzt?“ „Reden Sie nicht davon, alte Arſene. Ich hatte ſchlechte

Luſt zu tanzen Die arme Cephiſe hat die ganze Nacht ge⸗

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