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9) Die Statuten des Ordens (welche keine vor Gericht gültigen Geſetze ſind) beſagen ausdrücklich, daß die Geſellſchaft die ihr unnütz oder gefährlich ſcheinenden Mitglieder ausſtoßen kann. Aber einem MWitglied iſt es nicht verſtattet, die Bande, welche es an die Geſell⸗ ſchaft knüpfen, zu zerreißen, wenn dieſe es vortheilhaft findet, das Mitglied zu behalten.
10) Dieſer Ausdruck befindet ſich in den Conftitutionen, wo es heißt, man ſolle dieſen entſcheidenden Augenblick der Prüfung abwarten und dann raſch die Ablegung der Gelübde folgen laſſen.
1¹) Die Achtung vor den Leſern verhindert uns auch nur in latei⸗ niſcher Sprache eine Vorſtellung von dieſem ſchändlichen Buch zu ge⸗ ben. Herr Genin in ſeinem freimüthigen, trefflichen Werk: Ueber die Jeſuiten und über die Univerſität, ſagt Folgendes davon:
„Beim Beginn dieſes Kapitels befinde ich mich in großer Ver⸗ legenheit. Ich ſoll Nachricht von einem Buch geben, das zu über⸗ ſetzen unmöglich, das wörtlich zu citiren ſchwer iſt, denn dies La⸗ tein ſpricht dem Anſtand mit allzugroßer Frechheit Hohn. Jeden⸗ falls nehme ich die Nachſicht des Leſers in Anſpruch, und ver⸗ ſpreche ihm dafür, ihm möglichſt viele Obſcenitäten zu erſparen.“
Später kommt Herr Genin auf die im Compendium geſtellten Fra⸗ gen und ruft mit edlem Unwillen:
„Was werden demnach im Beichtſtuhl für Geſpräche zwiſchen dem Prieſter und der verheiratheten Frau geführt? — Ich ver⸗ zichte darauf, von dem Uebrigen zu reden.“
Endlich ſagt der Verfaſſer der Entdeckungen eines Bücher⸗ freundes, nachdem er eine Menge Stellen dieſes abſcheulichen Ka⸗ techismus citirt hat:
„Die Feder verſagt mir, dieſe Enchelopädie aller Schändlich⸗ keiten weiter auszuſchreiben. Ich bedaure und erſchrecke faſt, daß ich ſo weit gegangen bin. Vergebens ſage ich mir, daß ich bloß abgeſchrieben habe; es bleibt immer das Entſetzen, welches man nach Berührung von Gift empfindet. Indeß dies Entſetzen beru⸗ higt mich. Nach der bewunderungswürdigen Fügung Goites iſt in der Kirche Chriſti, je größer das Uebel eines Irrthums, deſto ſchneller und wirkſamer das Heilmittel. Die Heiligkeit der Sit⸗ tenlehre kann nicht in Gefahr ſehn, ohne daß die Wahrheit ihre Stimme erhebe und ſich Gehör verſchaffe.“
12) In dieſer Behauptung liegt nichts gewagtes, wie aus folgenden Stellen des Auszugs aus dem Compendium zum Gebrauch der Se⸗ minarien zu erſehen iſt. Dieſer Auszug iſt 1843 zu Straßburg er⸗
ſchienen unter dem Witel: Découverie d'un Bibliophile (Entdeckung eines Bücherfreundes). Man wird daraus ſehen, daß Gabriel wohl
Grund hatte, über die Lehre der EE. WV. zu erſchrocken.
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