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heut um ein Uhr Nachmittags gemachte Teſtament ent⸗ halten ſind, auf den 1. Juni 1832 verſchiebt, ohne ſie ſonſt im Geringſten zu verändern. Das Haus ſoll wie⸗ der verſchloſſen, und die Kapitaſien in den Händen des Verwalters gelaſſen werden, um am 1. Juni 1832 unter die Berechtigten vertheilt zu werden. „Villetaneuſe, anheute 13. Februar 1682 um elf Uhr Abends. Marius von Rennepont.“ „Ich gebe eine Klage wegen Fälſchung zu Protokoll gegen dies Codieill!“ ſchrie der Pater Aigrigny, grüngelb ror Wuth und Verzweiflung. „Das Weib, welches das Codicill in die Hände des Notars gelegt hat, iſt uns verdächtig! das Codicill iſt falſch!“ fügte Rodin hinzu. „Nein!“ ſagte der Notar mit Nachdruck. „Ich habe die beiden Unterſchrikten mit einander verglichen. Sie ſind ſich vollkommen einander gleich. Uebrigens gilt das, was
ich vorhin in Betreff der nicht anweſenden Erben geſagt habe,
auch für Sie. Sie können die Echtheit dieſes Codieills an⸗
fechten. Aber vorläufig bleibt Alles ſtillgeſtellt und wie nicht
geſchehen, da die Friſt zum Schluß der Erbſchaft um dritt⸗ halb Monate verlängert iſt.“
Als der Notar dieſe letzten Worte ausgeſprochen hatte, drang das Blut unter Rodin's Nägeln hervor, und zum erſten Mal erſchienen ſeine farbloſen Lippen roth. Gabriel kniete nieder, hob die Angen gen Himmel und ſprach andachtsvoll mit gefalteten Händen: „Gott! Du haſt mich erhört. Deine Gerechtigkeit konnte nicht den Sieg des Unrechts dulden!“
„Was ſagſt Du, liebes Kind?“ fragte Dagobert, der im erſten Hoffnungstaumel den Inhalt des Eodicills nicht recht verſtanden hatte.
„Alles iſt zurückgeſetzt, Vater!“ rief ihm Agricola ins Ohr. „Die Friſt, ſich hier W n, iſt auf vierthalb WMonat erſtreckt. Und jetzt, waeſe Menſchen (er deutete auf Rodin und Aigrigny) entlarot ſind, iſt nichts mehr von ihnen zu fürchten. Man wird auf ſeiner Hut ſeyn, und vie Waiſen, das Fräulein von Cardoville, mein braber Meiſter und der junge Indier werden zu ihrem Vermögen kommen.“


