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franzöſiſcher Herkunft. Ohne Zweifel hat er geglaubt, mir den Zweck ſeiner Reiſe verhehlen zu müſſen. Er iſt ein edler, muthvoller junger Mann, dieſer Indier. Wo iſt er?“
Der Würger warf einen neuen Blick auf Rodin und ſagte langſam und deutlich: „Geſtern Abend habe ich den Prinzen verlaſſen. Er hat mir anvertraut, daß es zwar höchſt wich⸗ tig für ihn ſey, ſich hier einzufinden, daß er aber dennoch den Vortheil, der ihm aus ſeiner Anweſenheit hier erwachſen dürfte, vielleicht andern Rückſichten opfern könnte. Ich habe die Nacht in demſelben Gaſthof zugebracht, wo er iſt. Dieſen Morgen, als ich ihn beſuchen wollte, hat man mir geſagt, er ſey ſchon ausgegangen. Meine Freundſchaft für ihn hat mich beſtimmt, hieher zu kommen, in der Hoffnung, daß die Nach⸗ richten, welche ich über den Prinzen geben kann, vielleicht nützlich ſeyn möchten.“
Indem der Würger kein Wort von dem gewaltſamen Ueber⸗ fall ſagte, welcher am vorigen Abend gegen ihn verübt wor⸗ den war, indem er öber die Ränke Rodin's gegen Dſchalma ſchwieg, und vornehmlich, indem er die Abweſenheit des Letz⸗ teren einem freiwilligen Entſchluß zuſchrieb, wollte er offenbar dem Soecius gefällig ſeyn und rechnete darauf, daß dieſer ſeine Verſchwiegenheit zu belohnen wifſen werde.
Wir brauchen nicht erſt zu ſagen, daß Faringhea unver⸗ ſchämt log. Nachdem es ihm am Morgen durch ein Wunder von Liſt, Gewandtheit und Keckheit gelungen war, aus ſeinem Loch herauszukommen, war er in den Gaſthof gelaufen, wo er den Prinzen gelaſſen. Dort erfuhr er, daß ein Mann und eine Frau, beide ältlich und von dem achtbarſten Aus⸗ ſehen, die ſich für Verwandte des jungen Indiers ausgaben, ihn zu ſehen verlangt und, erſchreckt über feinen gefährlichen Zuſtand von Schläfrigkeit, ihn in ihren Wagen hatten bringen laſſen, um ihn mit ſich nach Haus zu nehmen und bet ſich zu verpflegen.
„Es iſt zu bedauern,“ ſagte der Notar, „daß auch diefer
Erbe ſich nicht eingeſtellt bat Leider iſt er jetzt ſeiner Rechte auf die unermeßliche Erbſchaft, von der es ſich bandelt, verluſtig.“
„So? es handelt ſich von einer unermeßlichen Erbſchaft?“ ſagte Faringbes und ſah den Pater Rodin ſcharf an. Ro⸗ din wandte klüglich das Geſicht ab.
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