Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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„Sie weiſen ihn entſchieden zurück?“

„Ich denke an alle die heiligen Werke, welche dieſe Schätze zur Ehre Gottes gründen ſollen, und ich finde bei mir weder den Muth noch den Willen, das geringſte Zugeſtänd⸗ niß zu machen.“ 5

„Nun, da Sie mich dazu nöthigen, nehme ich meine Schenkung zurück,“ ſagte Gabriel mit bebender Stimme. „Ich habe nur das hingeben wollen, was mir gehört, nicht was den Andern gehört.“

„Sehen Sie ſich vor, Herr Abbé,“ erwiederte Aigrigny. „Ich bemerke Ihnen bloß, daß ich einen ſchriftlichen Schwur von Ihnen in Händen habe“ .

„Das weiß ich. Sie haben ſchriftlich von mir, daß ich ſchwöre, nie dieſe Schenkung zurückzunehmen, unter welchem Vorwande es auch ſey, bei Strafe des Abſcheus und der Verachtung aller ehrlichen Leute. Nun dieſen Schwur breche ich und ſetze mich allen Folgen davon aus. Machen Sie meinen Eidbruch überall bekannt, geben Sie mich der Schmach und dem Abſcheu Aller Preis, und Gott wird mich richten“

Gabriel zerdrückte eine Thräne. „Beruhige Dich!“ rief Dagobert, in welchem neue Hoffnung auflebte; „alle ehrlichen Leute werden für Dich ſeyn.“

„Recht ſo Gabriel!“ ſagte Agricola. *

Rodin nahm das Wort und begann mit ſeiner Krähen⸗ ſtimme: „Herr Notar, machen Sie doch dem Herrn Abbé Gabriel begreiflich, daß er ſeinen Schwur ſo oft brechen kann, wie es ihm beliebt, daß aber das bürgerliche Geſetzbuch weniger bequem zu verletzen iſt, als ein Verſprechen, wel⸗ ches — — lediglich und allein — — heilig iſt!“

3 „Weiter, Herr Rodin,“ ſagte Gabriel.

„Belehren Sie alſo den Herrn Abbé Gabriel, daß eine Schenkung unter Lebenden, wie die dem E. V. Algrigny ½ gemachte nur aus drei Gründen zurückgenommen werden . kann — nicht wahr?“

„Ja, aus drei Gründen,“ antwortete der Notar.

„Der erſte Grund,“ fuhr Rodin fort, „iſt, wenn dem Schenker ein Kind geboren wird; und ich würde erröthen, dem Herrn Abbé Gabriel von dieſem Fall der Richtigkeit zu reden. Der zweite Grund der Nichtigkeitserklärung wäre