Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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vriel mir von neuem den Wunſch zu erkennen gegeben, dieſe Schenkung aufrecht zu erhalten, nicht zu meinen Gunſten (denn dieſe irdiſchen Güter rühren mich wenig), ſondern zu Gunſten heiliger Werke chriſtlicher Liebe, deren Verwalterin unſere Geſellſchaft wäre. Ich rufe die Ehrlichkeit des Herrn Abbö Gabriel an und bitte ihn, zu erklären, ob er nicht ge⸗ bunden iſt, nicht bloß durch den furchtbarſten Eid, ſondern auch durch eine in Gegenwart des Herrn Dumesnil hier aus⸗ geſtellte Urkunde.“

„Es iſt wahr,“ antwortete Gabriel. Urkunde iſt von mir aufgeſetzt,“ fügte der Nota inzu. „Aber Gabriel hat Ihnen bloß das überlaſſen, was ihm gehörte!“ rief Dagobert „Der brave Junge konnte nicht daß Sie ſich ſeiner bedienten, um Dritte zu be⸗ rauben.“

„Erlauben Sie mir gütigſt, mich zu erklären,“ erwiederte der Marquis höflich. „Nachher mögen Sie antworten.“

Dagobert hielt mit Mühe eine Aeußerung ſchmerzlicher Un⸗ geduld zurück, und der Marquis fuhr fort: „Der Herr Abbé Gabriel hat alſo durch die doppelte Verpflichtung einer Ur⸗

kunde und eines Eides ſeine Schenkung beſtätigt. Und was

noch mehr iſt — als zu ſeinem und unſerem tiefen Erſtaunen, der ungeheure Betrag dieſer Erbſchaft bekannt wurde, hat Herr Abbé Gabriel, treu ſeiner bewunderungswürdigen Großmuth, weit entfernt, ſeine Schenkung zu bereuen, ſie ſo zu ſagen von neuem geheiligt durch einen frommen Ausdruck der Dank⸗ barkeit gegen die Vorſehung. Der Herr Notar wird ſich erinnern, daß ich den Herrn Abbé Gabriel herzlich umarmite und ihm ſagte, er ſey an Menſchenliebe ein zweiter Sanet Vincenz de Paula, daß ich ihn bei der Hand nahm, und daß er mit mir auf die Knie gefallen iſt, um Gott zu preiſen für den ihm eingegebenen Gedanken, dies unermeßliche Vermögen zur Ehre des Herrn dienen zu laſſen.“

„Es iſt wahr,“ ſagte Gabriel; ſo lange es ſich bloß um mich handelte, habe ich trotz einer augenblicklichen Verwir⸗ rung bei Darlegung eines ſo ungeheuren Vermögens keinen Augenblick daran gedacht, die freiwillig gemachte Schenkung zurückzunehmen.“