Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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gelockt, wo wir Dich nicht beſuchen durften, und hat ſpäter durch ſchändliche Lügen Dich zum Eintritt in den Prieſter⸗ ſtand beſtimmt, um Dich am Ende zu dieſer Schenkung zu bewegen. — Herr Pater, mein Vater hat Recht. Solche Ränke ſind niederträchtig!“

Während des Geſprächs zwiſchen Dagobert, Gabriel und Agricvla hatten die beiden anfangs eingeſchüchterten Ehrwür⸗ digen Väter allmählig ihre ruhige Keckheit wiedergewonnen. Rodin flüſterte dem Marquis etwas in's Ohr. Dieſer ſenkte bei den Vorwürfen Aigricola's den Kopf und erwiederte be⸗ ſcheiden: „Wir müſſen Beleidigungen vergeben und ſie dem Herrn als Beweiſe unſerer Demuth darbieten“

Dagobert, betäubt durch das, was er eben gehört hatte, meinte wahnſinnig werden zu müſſen. Nach ſo vielen Be⸗ inhhinngen erſchöpfte dieſer neue ſchreckliche Schlag ſeine

räfte.

Die verſtändigen Worte Agricola's, verglichen mit einigen

Stellen des Teſtaments, klärten plötzlich Gabriel auf über

den Zweck, welchen der Pater Aigrigny gehabt, als er erſt ſeine Erziehung übernahm und ihn dann in die Geſellſchaft Jeſu zog. Zum erſten Mal in ſeinem Leben erblickte Ga⸗ briel alle Fäden der finſteren Ränke, deren Opfer er war. Sein Unwille, ſeine Verzweiflung überwand ſeine gewohnte Schüchternheit. Mit blitzendem Ange und zornglühenden Wangen rief er dem Marquis zu: „Alſo, ehrwürdiger Vater, da Sie mich in eins Ihrer Collegien brachten, geſchah es nicht aus Theilname oder Mitleid, ſondern bloß in der Hoffnung, mich mit der Zeit zur Verzichtleiſtung auf meinen Theil an dieſer Erbſchaft zu Gunſten Ihres Ordens zu bringen. Es iſt Ihnen nicht genug geweſen, mich Ihrer Habgier zu opfern; Sie mußten mich auch noch zum unfrei⸗ willigen Werkzeug einer ſchändlichen Beraubung machen. Wenn es ſich nur um mich handelte, nur um meine Rechte auf dieſe Reichthümer, nach denen Sie begierig ſind, dann würde ich kein Wort dagegen ſagen. Ich bin der Diener einer Religion, welche die Armuth verherrlicht und geheiligt hat. Die Schenkung, zu welcher ich meine Einwilligung ge⸗

geben habe, iſt Ihr; ich werde nie mehr einen Anſpruch dar⸗

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da hat man ſich um Dich bekümmert, hat Dich ins goneh .

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