Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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vorbringen. Endlich rief er in herzzerreißendem Ton: „Ich, — o Gott! — ich bin die Urſache der Beraubung dieſer Familie!“

„Du, Bruder?“ rief Agrieola.

„Hat man nicht auch Dich berauben wollen?“ fragte Da⸗ gobert.

„Das Teſtament,“ antwortete Gabriel mit zunehmender Angſt, „beſagt, daß die Erbſchaft denjenigen Erben gehört, welche ſich vor Mittag eingefunden haben.“

„Nun?“ fragte Dagobert, erſchrocken über die Angegriffen⸗ heit Gabriel's.

„Es hat zwölf Uhr geſchlagen,“ fuhr Gabriel fort. „Ich war allein von der Familie anweſend. Verſtehen Sie jetzt? Die Friſt iſt abgelaufen. Die Erben ſind durch mich aus ihrem Beſitz verdrängt!“

„Durch Dich?“ ſtammelte Dagobert vor Freude. „Nun,

dann iſt Alles gerettet!“

„Ja — — aber — —“ begann Gabriel.

„Alles iſt gerettet,“ unterbrach Dagobert. „Du theilſt mit den Andern. Ich kenne Dich.“

„Aber ich habe all dies Vermögen unwiderruflich abgetre⸗ ten!“ rief Gabriel verzweifelnd.

„Abgetreten? — Dies Vermögen?“ wiederholte Dagobert erſtaunt. „Ei, an wen denn?“

„An den Herrn da,“ antwortete Gabriel, auf den Marquis deutend.

„An ihn?“ rief Dagobert außer ſich. „An den Abtrünni⸗ gen? den böſen Geiſt der Familie?“

„Alſo, lieber Bruder, haſt Du Deine Anſprüche auf die Erbſchaft gekannt?“ fragte Agricvla.

„Nein,“ antwortete der junge Prieſter niedergeſchlagen. „Nein, erſt dieſen Morgen habe ich davon durch den Pater Aigrigny gehört. Er hatte, ſagte er mir, meine Anſprüche erſt kürzlich aus den vor Jahren bei mir gefundenen und von unſerer Mutter ihrem Beichtvater übergebenen Familienpapie⸗

ren erſehen.“

Bei dieſen Worten ging dem Schmied ein Licht auf. „Jetzt verſteh' ich⸗Alles!“ rief er. „Man hat aus den Pa⸗ pieren geſehen, daß Du eines Tages reich ſeyn könnteſt, und

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