Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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anderer Erbe des Herrn von Rennepont vor Mittag erſchienen

iſt, ſo vollziehe ich den Willen des Erblaſſers, indem ich im Namen des Geſetzes und der Gerechtigkeit erkläre: der hier anweſende Herr Franz Maria Gabriel von Rennepont, Prieſter, iſt einziger Erbe und Eigenthümer der beweglichen und unbeweglichen Güter und Werthe aller Art, herrührend aus dem Vermächtniß des Erblaſſers. Dieſe Güter hat Herr Gabriel von Rennepont, Prieſter, freiwillig durch beglaubigte Urkunde dem Herru Friederich Emanuel von Bordeville, Marquis von Aigrigny, Prieſter, geſchenkt, und dieſer hat ſie durch dieſelbe Urkunde angenommen und iſt ſonach deren rechtmäßiger Beſitzer an der Stelle des genannten Gabriel von Rennepont, kraft dieſer Schenkung unter Lebenden, auf⸗ geſetzt durch mich dieſen Morgen und unterzeichnet Gabriel von Rennspont und Friedrich von Aigrigny, Prieſter“

In dieſem Augenblick vernahm man aus dem Garten einen großen Lärm. Bathſeba ſtürzte herein und rief mit zitternder Stimme: „Samuel! — ein Soldat! — Er will — —“

Bathſeba konnte nicht weiter reden. An der Thür des rothen Saals erſchien Dagobert, todtenbleich, faſt vhnmächtig, den linken Arm in der Binde, auf Agricola geſtützt.

Bei ſeinem Anblick wurden plötzlich die farbloſen, ſchlaffen Augenlieder Rodin's roth, als ob all ſein Blut nach ſeinem

Gehirn zurückſtrömte. Und dann ſtürzte er ſich grimmig auf

das Käſtchen, als wollte er es mit ſeinem Leib bedecken und mit Gefahr ſeines Lebens vertheidigen.

Fünfundzwanzigſtes Kapitel. Die Schenkung unter Lebenden.

Der Pater Aigrigny erkannte Dagobert nicht; Agricola hatte er nie geſehen. Darum konnte er ſich auch Anfangs den Grimm und Schrecken ſeines Sveius nicht erklären. Bald aber begriff er Alles, da er den Miſſionär einen Freuden⸗

ſchrei ausſtoßen hörte, und ſah, wie er dem Schmied um den 3