Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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nem Krankenhaus ſchicken mußte. Er hat bei ihnen Fieber und

iſt. Er befindet ſich alſo zu Paris. Trotz ſeinem Alter iſt er

die Thür. Eine Laienſchweſter meldete, die Fürſtin von Saint Dizier warte in dem Saal, und Florine, begleitet von einem verwachſenen ſchlecht gekleideten Mädchen, ſey kurz nach der Fürſtin angekommen und harre an der Thür des kleinen Gangs. „Führt zuerſt die Frau Fürſtin ein,“ ſagte die Mutter

Sancta Perpetua und rückte mit artiger Zuvorkommenheit einen Seſſel an's Feuer. Die Fürſtin trat ein. Obwohl ohne die Anſprüche jugend⸗ licher Gefallſucht, war die Fürſtin mit Geſchmack und Sie

lichkeit gekleidet. Sie trug einen ſchwarzen Sammthüt von der beſten Putzmacherin, einen großen blauen Kaſchmirfhawl „ und ein Kleid von ſchwarzem Satin mit Marderpelz beſetzt, wie ihr Muff. %. — „Welcher Glücksfall verſchafft mir noch heute die Ehre Ihres — Beſuches, meine liebe Tochter?“ fragte freundlich die Oberin. „Eine ſehr dringende Emnpfehlung, liebe Mutter, die — —

Ihnen zu machen habe. Ich habe große Eile, denn ich werde bei Sr. Eminenz erwartet und kann Ihnen leider nur einige Minuten widmen. Ich will von den beiden Waiſen ſprechen, über die wir uns geſtern lange unterredet haben.“

„Sie ſind fortwährend Ihrem Wunſche gemäß getrennt,“ bemerkte die Oberin; „und dieſe Trennung wirkt ſo beftig auf ſie, daß ich heute Morgen zu Doktor Baleinier nach ſei⸗

große Niedergeſchlagenheit gefunden und ſonderbarer Weiſe bei der einen wie bei der andern genau dieſelben Krankheitsſymptome. Ich habe die beiden unglücklichen Geſchöpfe von neuem aus⸗ gefragt und bin ganz ſtarr vor Entſetzen geweſen. Sie ſind Götzendienerinnen!“ .

„Darum war es auch dringend, ſie Ihnen anzuvertrauen,“ erwiederte die Fürſtin. — „Aber hören Sie nun, liebe Mutter, weshalb ich hieher komme. Man hat erfahren, daß der Soldat, welcher dieſe Mädchen nach Frankreich gebracht, und den man für einige Tage entfernt glaubte, unverſehens zurückgekommen

ein verwegener, unternehmender Menſch von ſeltner Willens⸗ kraft. Wenn er entdeckte, daß die Mädchen hier ſind — was übrigens glücklicher Weiſe faſt unmöglich iſt — ſo wäre er in ſeiner Wuth, ſie ſeinem gottloſen Einfluß entzogen zu ſehen,

„