Teil eines Werkes 
4. Band (1844)
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Gläubigen, welche das Innere ihrer Häuſer vor der Verderb⸗ niß des Jahrhunderts bewahren wollten, Geſellſchafterinnen für einzeln ſtehende weibliche Perſonen, Mägde und Taglöh⸗ nerinnen für Haushaltungen zu liefern, und zwar lauter ſolche, für deren fromme Moralität das Werk ſich verbürgte. Nichts ſchien mehr Theilnahme und Aufmunterung zu verdienen als eine ſolche Anſtalt. Aber wir werden bald das große Gewebe von Ränken enthüllt ſehen, welches unter dieſem menſchenfreundlichen Schein verborgen war. Die Mutter Sancta Perpetua war eine große, Frän von vierzig Jahrensin kahmelh grobe Zeklei⸗ dets mit einem langen Roſenkranz am Gürtel, einer weißen Barthaube und einem ſchwarzen Schleier auf dem Kopf, aus welchen ihr Geſicht blaß und mager hervorſah. Eine große Zahl tiefer Runzeln durchfurchte ihre Stirn von der Farbe vergilbten Elfenbeins. Ihre Naſe mit ſcharfem Grat war ge⸗ krümmt und einigermaßen dem Schnabel eines Raubvogels ähnlich. Ihr ſchwarzes Ange war durchdringend; ihre Miene klug, kalt und feſt. . Im Verſändniß und in Führung der materiellen Intereſſen er Kloſter „konnte die Mutter Sancta Perpetua ſich mit dem liſtigſten und durchtriebenſten Procurator meſſen. Wenn Weiber vom ſogenannten Geſchäftsgeiſt beſeſſen ſind und auf die Geſchäfte ihren Scharfblick, ihre zähe Beharrlich⸗ keit, ihre kluge Verſtellung und vornehmlich ihr natürliches richtiges Urtheil anwenden, ſo erlangen ſie wunderbare Ergeb⸗ niſſe. Für die Mutter Saneta Perpetua, eine Frau von Kopf, war das umfaſſende Rechnungsweſen der Stiftung ein Spiel. Niemand verſtand beſſer als ſie entwerthetes Eigenthum zu kaufen, es wieder zu Werth zu bringen und mit Vortheil wie⸗ der zu verkaufen. Mit dem Cvurs der Renten, der Wechſel, der Actien war ſie ſehr vertraut. Nie hatte ſie ihren Mittels⸗ perſonen eine falſche Speculation anbefohlen, wenn es galt, die Kapitalien anzulegen, welche gute Seelen täglich dem Werke von Sancta Maria vermachten. In dem Hauſe hatte ſie die größle Ordnung, Zucht und beſonders Sparſamkeit eingeführt. Ihr unabläßiges Beſtreben war, die Stiftung, welche ſie leitete, nicht ſich ſelber, zu bereichern. Denn der Verbindungsgeiſt, wenn er im Sinn eines Cpllectivegoismus